In Richtung „Bau der Tennishalle“ stehen die Zeichen beim TC nach der Genehmigung durch die Stadt.Foto: Gro

Tennishalle kann gebaut werden

Weilheim - Das Vorhaben ist vereinsintern umstritten, doch die Stadt gab Grünes Licht für den Bau der Tennishalle in Weilheim.

Dem Neubau einer Dreifach-Tennishalle auf dem Gelände des Tennis-Clubs (TC) Weilheim am Narbonner Ring steht nichts mehr im Wege - jedenfalls von Seiten der Stadt: Einmütig stimmte der Bauausschuss des Stadtrates dem nun vorliegenden Bauantrag des TC Weilheim zu.

Die Halle wird demnach knapp 54 Meter lang und 38 Meter breit sein, die Wandhöhe 4,75 Meter betragen. Wobei das Gebäude durch die Situierung in einer Mulde nur etwa zweieinhalb bis drei Meter „aus dem Gelände herausschauen“ wird, wie Bauamts-Mitarbeiter Stefan Kirchmayer sagte. Ihm zufolge entspricht die Planung den Vorgaben der im November beschlossenen Änderung des Bebauungsplanes „Freizeitzentrum Narbonner Ring“. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung seien bisher noch keine Stellungnahmen eingegangen. „Ich gehe davon aus, dass auch nicht allzu viel kommen wird“, so Kirchmayr.

Doch Grünen-Stadtrat Alfred Honisch verwies im Bauausschuss noch einmal auf kritische Stimmen zu den Neubauplänen, vor allem innerhalb des Tennis-Clubs (wir berichteten). Er habe E-Mails bekommen, die bei ihm die Frage aufwerfen, wie demokratisch im Verein bezüglich der geplanten Halle vorgegangen worden sei. Zudem halte er 40 000 Euro Zuschuss der Stadt zu dem Bau für „relativ üppig“, so Honisch weiter - mit Blick auf die „360 Mitglieder“, die der TC zähle.

Bürgermeister Markus Loth (BfW) blockte diese Themen ab: Das Vorgehen sei innerhalb des Clubs „geklärt“, die Beschlüsse seien „sauber“. Es gehe nun nicht mehr um die Frage, ob die Tennishalle gebaut werde oder nicht - der Ausschuss habe allein über den vorliegenden Bauantrag zu entscheiden. Und auch der von der Stadt zugesagte Zuschuss sei nicht Thema dieses Gremiums.

Zu einer weiteren - zwar ausgesprochenen, aber nicht wirklich ausformulierten - Überlegung von Honisch gab es gar keinen Kommentar: „Solche Hallen sind ja relativ schnell gebaut“, sinnierte der Grünen-Vertreter, der auch Stadtratsdezernent für „Flüchtlinge, Asyl und Integration“ ist - und fügte nur „Asylbewerber etcetera“ an. Deren Situation dürfe man „nicht aus den Augen verlieren“.

Magnus Reitinger

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