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„Bunte Welt-Brötchen“, „Refugees welcome“-Tee, Kaffee und Glühwein bot der „Unterstützerkreis Asyl Weilheim“ in der Vereinshütte an – hier besetzt mit Karin Scholl (rechts) und Kathi Knop.

Vereinshütte beim „Hüttenzauber“

Spenden, Spaß und Spezialitäten

Weilheim - Der "Hüttenzauber" in der Fußgängerzone kommt gut an. Und auch die Nutzer der Vereinshütte  ziehen eine positive Bilanz.

Punsch, Glühwein, Socken, Schupfnudeln, Waffeln, Mützen, Marmeladen und allerlei Bastelarbeiten – dieses vielfältige Angebot präsentierte die Weilheimer Wasserwacht heuer in der Vereinshütte beim „Hüttenzauber“ in der Schmiedstraße. Ende Dezember wird die Wasserwacht die Vereinshütte noch einmal belegen, Vorsitzender Reiner Socher kann aber schon jetzt eine positive Bilanz ziehen: „Es ist gut gelaufen, der Erlös kommt der Jugendarbeit zugute, außerdem kaufen wir neue Geräte.“ Insgesamt hätten sich etwa zehn bis zwölf Mitglieder engagiert, besonders dem Nachwuchs habe es viel Spaß gemacht, so Socher. Daher rechnet er fest damit, dass sich die Weilheimer Wasserwacht auch im kommenden Jahr am „Hüttenzauber“ beteiligt.

Auch der Weilheimer Chorkreis spendete für einen guten Zweck. „Wir haben Taschen verkauft“, erzählt Ingo Remesch, „und weil einige Kunden beim Preis aufgerundet haben, konnten wir 100 Euro für eine Benefizaktion der Heiliggeistkirche spenden.“ Die Taschen, mit verschiedenen Motiven bedruckt, seien von Schülern des Sozialpädagogischen Fachzentrums Altenstadt produziert worden. Durch das schlechte Wetter seien zwar wenige kauflustige Leute gekommen, Remesch ist aber dennoch zufrieden: „Mit unserem Verkauf haben wir zwei Seiten gleichzeitig unterstützt, außerdem konnten wir auf den Chor und zukünftige Konzerte aufmerksam machen.“

„Es lief ganz gut“, lautet das Fazit von Karin Scholl und Kathi Knop vom Weilheimer „Unterstützerkreis Asyl“. Zehn ehrenamtliche Helfer bewirteten die Besucher mit allerlei Köstlichkeiten. Neben den Klassikern wie Glühwein, Kaffee und Kuchen gab es aber auch exotische Leckerbissen: syrisches Gebäck, „Bunte Welt-Brötchen“ oder „Refugees welcome“-Tee. Außerdem wurden von Asylbewerbern mitgefertigte getöpferte Magnete und kleine Tiere angeboten.

Der Weilheimer Obst- und Gartenbauverein wird die Vereinshütte am heutigen Mittwoch belegen. Hans Fromm, Vorsitzender des Vereins, sah dem Tag optimistisch entgegen: „Ich rechne mit etwa 2000 Euro, die wir spenden können.“ Bereits im vergangenen Jahr hat sich der Obst- und Gartenbauverein am „Hüttenzauber“ beteiligt, auch heuer soll das Geld dem Pollinger Hospiz zugute kommen. Da der Verein bereits am Weihnachtsmarkt einen Stand hatte, sei die Vorbereitung für den „Hüttenzauber“ nicht sehr aufwändig gewesen. Viele gebastelte Dekorationen seien beispielsweise noch übrig.

Dass der Eisenbahn-Sportverein (ESV) Weilheim auch nächstes Jahr beim „Hüttenzauber“ dabei ist, steht jetzt schon fest. „Es hat sich finanziell nicht rentiert, aber dafür hat es sehr viel Spaß gemacht“, so Gisela Prinz, Vorsitzende des ESV. Neben den Klassikern wie Glühwein, Sekt und Punsch, habe es ein besonderes Schmankerl gegeben: „Unsere Jugendabteilung hat viel Zeit investiert und extra Chili gekocht“, erzählt Prinz. Zwischendurch sei sogar der Punsch ausgegangen, aber glücklicherweise funktioniere die Kooperation der Vereine untereinander sehr gut. „In solchen Situationen unterstützen wir uns dann gegenseitig“, so Prinz.

Stefan Frenzl, Geschäftsführer der Weilheimer Standortförderung, kann ebenfalls eine gute Bilanz ziehen: „Die Witterung ist zwar noch nicht winterlich, und besonders unter der Woche sind nicht ganz so viele Besucher unterwegs, dennoch kommt der Hüttenzauber gut an.“ 16 Vereine seien insgesamt beteiligt, er habe bisher meist positive Resonanz erhalten, so Standortförerer Frenzl weiter. „Ich persönlich finde, der Hüttenzauber ist eine schöne und wichtige Ergänzung zum Weihnachtsmarkt – besonders für Touristen und Leute, die nicht regelmäßig in Weilheim sind.“  

Regina Mittermeier

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