Eine Ehrenrunde auf dem neuen Parcours drehten Vertreter aus Politik, Sport und Wirtschaft mit Landrätin Andrea Jochner-Weiß (vorne Mitte) und den Sponsoren Udo Nagelschmidt (AOK/ vorne 2.v.l.) und Peter Müller (Stadtwerke/r.). Foto., rr

Walken nicht nur für Gesunde

Weilheim - Damit auch chronisch kranke Menschen walken können, wurden in der Weilheimer Au drei möglichst barrierearme Rundkurse angelegt.

Die Stöcke sollten nicht zu lang sein, und sie sollten möglichst schräg gehalten werden, damit sie richtig Schub geben. AOK-Sportlehrer Dieter Rupp gab am Montagnachmittag an der Ammer in Weilheim einer bunten Truppe eine kurze Einführung in den beliebten Sport, nämlich all jenen, die zur Eröffnung des Walking-Parcours für chronisch erkrankte Menschen in der Au gekommen waren.

Dieser Parcours ist ein Ergebnis des Modellprojektes „Gesunder Landkreis“ - dieses firmiert inzwischen als „Gesundheitsregion plus“ -, bei dem die Stadt Weilheim neben Peiting, Huglfing und Eberfing zu den Pilotgemeinden gehört. In Weilheim hat das Projekt „Gesunde Stadt“ den Themenschwerpunkt „Bewegung“, und hier vor allem für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Immerhin leiden im Landkreis rund 26 Prozent der Bevölkerung daran, wie Landrätin Andrea Jochner-Weiß sagte. Weilheims Bürgermeister Markus Loth strich die Bedeutung des neuen Angebots für die „Sportstadt Weilheim“ heraus. Nun könnten auch chronisch kranke und somit in ihrer Bewegung eingeschränkte Menschen Sport treiben.

Möglich machen dies die drei neuen Routen des Parcours. Sie beginnen nahe des Fußgängerstegs über die Ammer am Badweg und führen von dort durch die Au. Sie sind 850 Meter, 1,8 und 4,5 Kilometer lang. Die Strecken wurden so ausbaut, dass sie auf planen Wegen ohne Steigungen bewältigt werden können, also möglichst „barrierefrei“ gestaltet sind, wie Judith Dangel, Geschäftsstellenleiterin der „Gesundheitsregion plus“ am Landratsamt sagte. Laut Dangel wurde das Projekt an fünf Runden Tischen in Weilheim erarbeitet, die Betroffenen waren durch Selbsthilfegruppen, etwa die Rheuma-Liga, einbezogen.

Die Kosten für die Beschilderung in Höhe von rund 4000 Euro wurden zum Großteil vom bayerischen Gesundheitsministerium übernommen. Die AOK förderte das Projekt mit 1250 Euro. Stadt und Stadtwerke unterstützten verschiedene Arbeiten.

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