Landkreis Weilheim-Schongau

Eigene Wohnbaugesellschaft für den Westen

Landkreis - Ein Beitritt in die „Wohnbau GmbH Weilheim“ kommt für Gemeinden im Westen des Landkreises nicht in Frage. Eine gemeinsame Verwaltung ist aber denkbar.

Es gibt zwei Sparkassen, zwei Krankenhäuser, zwei Dienststellen des Landratsamtes und der Agentur für Arbeit – und wohl bald auch zwei Wohnbaugesellschaften im Landkreis Weilheim-Schongau. Die Gemeinden im Westen des Landkreises wollen eine eigene Gesellschaft gründen, ein Beitritt zur „Wohnbau GmbH Weilheim“ kommt wohl nicht in Frage.

Grund dafür, so war bei der Sitzung des Kreisausschusses zu erfahren, ist das enorme Vermögen, das die „Wohnbau Weilheim“ bislang geschaffen hat – sie besitzt rund 1600 Wohnungen zwischen Penzberg und Peißenberg. Allerdings könnte diese und die neu zu gründete Gesellschaft im Altlandkreis Schongau zusammenarbeiten. Die Idee bei der Sitzung: Die „Wohnbau Weilheim“ könnte als Dienstleister für die neue Gesellschaft auftreten und die Verwaltung und die Betreuung der noch zu schaffenden Immobilien übernehmen.

„Die Gemeinden, die bei der Wohnbau sind, sagen rigoros Nein“, so Landrätin Andrea Jochner-Weiß bei der Sitzung auf einen Vorschlag von Karl-Heinz Grehl (Weilheim, Grüne), noch einmal zu überlegen, ob ein Beitritt der westlichen Gemeinden, für den eine Mehrheit von 75 Prozent nötig wäre, vielleicht nicht doch möglich sei. Das bestätigte auf Nachfrage auch Bernrieds Bürgermeister Josef Steigenberger, der im Gesellschafterrat sitzt. Man müsste „das beträchtliche Vermögen“ samt stillen Reserven bewerten, und die neu hinzukommenden Gemeinden müssten sich entsprechend diesem einkaufen. „Das wäre rechtlich schwierig“, so Steigenberger. „Aber es ist sicher nicht so, dass wir die Gemeinden im Westen nicht dabei haben wollen“, so Steigenberger.

Er und auch der Kreisausschuss schlugen vor, dass die Gemeinden eine eigene Gesellschaft gründen und auf das Know how der „Wohnbau GmbH“ – wie Hausmeisterdienste oder Verwaltung – zurückgreifen. Dafür könne man zusätzliches Personal einstellen. Damit gaben sich die Mitglieder des Kreisausschusses auch zufrieden, aber sowohl Max Martin (Schongau, SPD) als auch Peitings Bürgermeister Michael Asam (SPD) wiesen daraufhin, dass die Zeit dränge. In beiden Orten stünden bereits Grundstücke zur Bebauung zur Verfügung. Und es gebe zahlreiche sozial Schwache und anerkannte Flüchtlinge, die dringend auf eine Wohnung warteten.

Die Bürgermeister der Gemeinden im Westen wollen sich nun zusammenschließen und eine eigene Wohnbaugesellschaft gründen. Das Thema wurde bereits in mehreren Gemeinde- und Stadträten besprochen.

Johannes Thoma

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