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Bald Vergangenheit: Aus den Blocks an der Lindenstraße zieht Ende Januar der letzte reguläre Mieter aus, bis Ende März werden auch die Asylbewerber umquartiert. Dann wird abgerissen. 

Sozialer Wohnungsbau in Weilheim

Im April werden die alten Blocks abgerissen

Weilheim - Die „Wohnbau GmbH Weilheim“ plant für Spätsommer Baubeginn für den „Lindenpark“. Im April rollen schon die Bagger an.

Im April rollen an Weilheims Lindenstraße die Bagger an. Dann wird das bestehende Gebäude der „Wohnbau Weilheim“ mit 24 Wohnungen abgerissen, im Spätsommer soll Baubeginn für den neuen „Lindenpark“ mit 37 Wohneinheiten, Carports und Tiefgarage sein. Den entsprechenden Bauantrag der „Wohnbau Weilheim“ hat der Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates in der jüngsten Sitzung einstimmig abgesegnet – obwohl der Bebauungsplan, der dafür die Grundlage bildet, noch gar nicht rechtskräftig ist.

Die „Wohnbau Weilheim“ macht Tempo, weil sie unbedingt noch heuer mit dem Bau beginnen will, wie Geschäftsführer Felix Nuss auf Anfrage der Heimatzeitung erklärt. Der letzte reguläre Mieter werde Ende Januar aus dem bestehenden Wohngebäude ausziehen, bis Ende März würden auch die Asylbewerber folgen, die das Landratsamt dort untergebracht hat. Für April ist der Abriss geplant, einige Monate später der Start für die drei Neubauten (zwei davon sind viergeschossig inclusive Dachgeschoss, einer dreigeschossig). Läuft alles gut und spielt das Wetter mit, könnte noch 2017 alles fertig sein, so Nuss.

Der maßgebliche Bebauungsplan „Lindenstraße I – Teilbereich A“, vor genau einem Jahr auf den Weg gebracht, lag in der Stadtratssitzung am Donnerstag zur Verabschiedung vor. Die Stellungnahmen der Fachbehörden sind unproblematisch, wie sich in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung zeigte. Und die Einwände zweier Nachbarn haben sich insofern erledigt, als die „Wohnbau Weilheim“ die Planung nochmal überarbeitet hat und einige zunächst im Freien vorgesehene Auto-Stellplätze jetzt komplett in der Tiefgarage (als „Duplex-Stellplätze) unterbringen will. Im Innenhof steht so mehr Grünfläche zur Verfügung.

Auf Vorschlag des städtischen Ordnungsamtes gab’s auch im Bebauungsplan noch eine Änderung: Der öffentliche Gehweg entlang der Lindenstraße soll zwischen den an der Straße geplanten Stellplätzen und den neuen Wohnhäusern geführt werden – also etwas abgerückt von der Straße. Das fand der Bauausschuss gut.

Für Rollstuhlfahrer und Blinde

Dass insgesamt drei Wohnungen – in jedem Block eine – rollstuhlgerecht angelegt werden, darauf drängten die Stadträtinnen Romana Asam (FW) und Petra Arneth-Mangano (SPD). Zudem müsse eine Wohnung von vornherein für Sehbehinderte eingerichtet sein, Bedarf dafür bestehe. Doch das sollte nicht die Stadt festlegen, meinte Bürgermeister Markus Loth (BfW): Rollstuhlgerecht werde zunächst wohl eine Wohnung im „Lindenpark“ sein, weitere könnten bei Bedarf so ausgerüstet werden. Die „Wohnbau“, so Loth, habe die gesetzlichen Vorgaben und den Bedarf in vorbildlicher Weise im Blick.

-Magnus Reitinger-

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