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Die Demo in Weilheim war gut besucht.

Landrätin meldet sich zu Wort

Jetzt reicht's: Weilheimer demonstrieren gegen Kreißsaal-Aus

Gut 400 Menschen sind am Samstag gegen die Schließung des Weilheimer Kreißsaals auf die Straße gegangen. Am Kirchplatz sprach auch eine der Hebammen, die am Krankenhaus angestellt war - und fand deutliche Worte.

Ab 10 Uhr hatten die Initiatoren um die hochschwangere Katrin Müller zu einer Aktion zur Wiedereröffnung der Weilheimer Geburtshilfe geladen. Dieser Einladung waren gut 400 Menschen - vor allem Familien mit kleinen Kindern - gefolgt. Ihre Forderung: Weilheim muss wieder einen Kreißsaal bekommen. Dieser war im Oktober 2017 geschlossen worden, bis jetzt ist die Zukunft ungewiss

Um dieser Situation ein Ende zu bereiten, hatten die Initiatoren der Aktion hochkarätige Redner auf den Weilheimer Kirchplatz geholt. So sagte Andreas Krahl, Direktkandidat der Grünen für den Landtag aus dem Stimmkreis Weilheim-Schongau, einiges zur Gesamtsituation der Hebammen und Geburtshilfe in Bayern. Hebamme Astrid Marie Schmier und Kreis-Hebamme Dorothee Höhler betonten, wie wichtig eine sichere Geburt für Frauen ist, und das diese in einem völlig überfüllten großen Klinikum nicht gewährleistet sei. Kleine Häuser wie das in Weilheim seien deshalb sehr bedeutend. Mit Dorle Heilbock meldete sich auch eine der Hebammen zu Wort, die am Krankenhaus angestellt worden war, bevor der Kreißsaal auf unbestimmte Zeit schließen musste. Sie betonte, dass das Hebammenteam zu jeder Zeit zur Verfügung stand - entgegen der Aussage vom Krankenhaus und dem Landkreis, dass das Team nicht stabil sei. Das Problem liege einzig und allein darin, dass es nicht gelungen sei, einen Chefarzt für die Gynäkologie zu finden.

Lesen Sie auch: Weilheimer Krankenhaus schickt Hochschwangere weg 

Auch aus der Kommunalpolitik meldeten sich einige Redner zu Wort: Angelika Flock, dritte Bürgermeisterin in Weilheim, sowie Susann Enders von den Freien Wählern in Weilheim. Beide erklärten, dass die Wiedereröffnung der Weilheimer Geburtshilfe ein wichtiges Anliegen der Stadt sei und man nicht aufgeben werde, bis diese wieder für Frauen aus der Umgebung zur Verfügung steht. Das unterstrich auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß in ihrer Rede. Umrahmt wurde die Veranstaltung von Liedern der Yoga-Lehrerin Hari Priya und einem Infostand, an dem auch Jana Kießling vom Verein Mother Hood für Fragen zur Verfügung stand. Außerdem lag eine Budestagspetition zur Reform in der Geburtshilfe zum Unterschreiben aus. 

sta

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