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Hilfsaktionen für Menschen aus der Ukraine: Weitere Annahmestelle in Peiting

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Von: Stephanie Uehlein

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Auch in Polling werden derzeit Hilfsgüter für Menschen aus der Ukraine gesammelt.
Auch in Polling werden derzeit Hilfsgüter für Menschen aus der Ukraine gesammelt. © Gronau

Die erschütternden Nachrichten und Bilder vom Krieg in der Ukraine sowie von Flüchtlingen aus dem Krisengebiet haben auch im Landkreis eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Die Redaktion hat aktuelle Informationen zu den ihr bekannten Hilfsaktionen zusammengefasst.

Update vom Dienstag, 15. März:

Spendenaktion von Kirchen im Allgäu und Pfaffenwinkel: Laut Pastor Markus Schmutz vom „Jesu Haus Peiting“ ist geplant, alle zwei Wochen einen Lkw mit Lebensmitteln, Medikamenten und Schlafsäcken an die polnische Grenze zu schicken, um Menschen aus der Ukraine zu helfen. In Füssen sei zu diesem Zweck ein Sammellager eingerichtet worden. Auch in Peiting werden nun Spenden gesammelt - immer donnerstags von 15 bis 17.30 Uhr am Eisstadion. Entgegengenommen werden verpackte Lebensmittel in stapelbaren Kartons oder auf Paletten. Gesammelt werden Nahrungsmittel, die mindestens einen Monat haltbar sind und einfach zubereitet werden können (am besten einen Dosenöffner in jedem Karton oder auf jeder Palette beilegen oder Dosen mit Öffnungsring wählen). Milchpulver, Eipulver, H-Milch, Kaffee, Tee und Zucker können genauso abgegeben werden wie Salz, Gewürze, Schmelzkäse, Suppenpulver, Mehl, Hefe, Backpulver, Nudeln, Buchweizen, Perlgraupen, Haferflocken, Müsli, Kartoffelpüreeflocken, Reis, Hirse-, Gersten- und Weizengrütze, Öl, Trockenwurst, Knäckebrot, haltbares Brot, Fleisch-, Fisch-, Wurst-, Gemüse- und Obstkonserven, Kekse, „Kaba“, Schokolade, Babynahrung, hochkalorische, energiereiche Nahrung, Protein-, Vollkorn-, Schoko- und Früchteriegel und ähnliches. Zudem können Wasser, Jod, Schmerzmittel, Antibiotika, Insulin, Medikamente (separat verpackt) und Schlafsäcke bei der Aktion gespendet werden. Die Christliche Glaubensgemeinde Füssen hat laut Schmutz auch ein Spendenkonto (IBAN: DE08 7209 0000 0000 1201 11, Stichwort: „Spende Ukraine“) eingerichtet. Wer sich als Helfer an der Aktion beteiligen möchte, soll sich bei Markus Schmutz unter der Nummer 0173/8560528 melden.

Update vom Freitag, 11. März:

Spendensammlung der Freiwilligen Feuerwehr Peißenberg: Die Feuerwehr beteiligt sich an der Aktion der Gemeinde Polling (siehe unten). Am Feuerwehrhaus in der Marktgemeinde werden am Samstag, 12. März (10 bis 13 Uhr), Freitag, 18. März (15 bis 18 Uhr), und Samstag, 19. März (10 bis 13 Uhr), unter anderem entgegengenommen: Windeln, Feuchttücher, Babynahrung, Hygieneartikel, Erste-Hilfe-Sets, geladene Powerbanks, hochkalorische und haltbare Lebensmittel – wie Müsliriegel und Trockenfrüchte – , Taschenlampen und Stirnlampen (keine Kleidung und Medikamente). Ein Spendenkonto zur Unterstützung von Flüchtlingen ader Ukraine hat die Marktgemeinde Peißenberg eingerichtet (IBAN: DE30 7035 1030 0000 2001 05, Verwendungszweck: „Ukraine“). Mehr zu den Hilfsaktionen aus Peißenberg finden Sie hier.

Update vom Donnerstag, 10. März:

Zweite Sammelaktion an der Mittelschule Weilheim: Am Samstag, 19. März, 10 bis 14 Uhr, werden an der Mittelschule Weilheim zum zweiten Mal Hilfsgüter für Menschen aus der Ukraine gesammelt. Für den nächsten Transport wird nicht nur „alles, was so in einer Apotheke verfügbar ist“, entgegengenommen, wie Schulleiter Rolf Schleicht erklärt. Benötigt würden auch: Zahnbürsten, Zahnpasta, Taschenlampen (für Notoperationen, wenn kein Strom da ist), Batterien, Schokolade und Müsliriegel (für Krankenschwestern und -pfleger sowie Ärzte, die keine Zeit zum normalen Essen haben), Einweggeschirr, Windeln (Größe 5), Walkie Talkies (für Kommunikation im Krankenhaus, wenn andere Verbindungen nicht funktionieren), warme Herrenunterwäsche, Toilettenpapier, Klebeband (auch angebrochene Rollen), Marker (auch gebraucht, aber schreibfähig) und Vitaminpräparate.

Update vom Freitag, 4. März:

Neue Abgabestelle für Hilfsgüter in Achalaich: In Polling, und zwar im Gewerbegebiet Achalaich, gibt es eine neue Sammelstelle, an der Hilfsgüter für Kriegsopfer aus der Ukraine angenommen werden. Sie ist an diesem Freitag in Betrieb gegangen und hat künftig montags bis freitags von 12 bis 15 Uhr geöffnet. Das teilte Bürgermeister Martin Pape mit, der am Mittwoch bereits angekündigt hatte, dass in Polling eine Sammelstelle entstehen soll. Bei der Firma CfC (Tiefenbachring 10-12; Zufahrt über den Trifthofanbinder) werden nun folgenden Sachspenden entgegengenommen: Babynahrung, Windeln, Taschen- und Kopflampen, Schlafsäcke, Decken, Kissen, Toilettenpapier, Küchenrollen, Plastik-Trinkflaschen (0,5 Liter), Verbandskästen, Powerbanks, Handwärmer, Handschuhe, Mützen, Hygieneartikel (wie Shampoo und Zahncreme), Klapp- und Feldbetten sowie Luftmatratzen, aufblasbare Gästebetten und Isomatten. „Da die Grenzregionen zur Ukraine offenbar mit regulären Kleiderspenden geflutet werden, aber im Gegensatz dazu andere Dinge noch dringender benötigt werden“, bittet die Gemeinde Polling darum, nur die genannten Artikel zur Sammelstelle zu bringen. Laut Pape sollen diese nach Bedarf weitergegeben werden. „Ein Grundsortiment“ an Hilfsgütern soll im Ort bleiben, um damit ankommenden Flüchtlingen zu helfen. Update vom 10. März: Es wird darum gebeten, mit der Ausnahme von warmen Schuhen in den Größen 41 bis 44 keine Kleidung zu der Sammelstelle zu bringen.

Spendenbitte des Vereins „Familien helfen Familien“ aus Peiting: Binnenflüchtlinge in der Ukraine will der Verein „Familien helfen Familien“ aus Peiting zur Seite stehen und bittet dafür um Geldspenden. „Konkret unterstützen wir momentan Suppenküchen, ukrainische Gemeinden und Krankenhäuser“, heißt es in einer Mitteilung der Organisation, die nach eigenen Angaben durch 20 Jahre gute persönliche Kontakte „gezielte Direkthilfe“ ermöglichen kann. Spenden auf das Konto mit der IBAN DE 80 7016 9509 0000 0900 00 (Stichwort „Ukrainehilfe“).

Internetseite zur Koordinierung von Hilfsangeboten: Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat an diesem Freitag den Startschuss für die Website www.ukraine-hilfe.bayern.de gegeben. „Damit können wir die zahlreichen Hilfsangebote besser steuern. Die Hilfe soll dort ankommen, wo sie wirklich benötigt wird,“ so Herrmann. Auf der Website können Bürger Hilfsangebote hinterlegen. Gefragt sind laut einer Pressemitteilung insbesondere Dolmetscher und Personen mit ukrainischen Sprachkenntnissen, die bei Behördengängen oder Ähnlichem unterstützen können. Zudem können auf der Website auch Angebote für Wohnungen sowie Transportdienstleistungen hochgeladen werden. Koordiniert und gebündelt werden die Angebote von den Regierungen und Kommunen, die bei Bedarf auf die Anbieter zukommen.  

Stand vom Donnerstag, 3. März:


Landkreis – Folgende Hilfsaktionen, die im Landkreis für vom Krieg betroffene Menschen aus der Ukraine initiiert wurden, können von den Bürgern unterstützt werden (Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit):

Sachspenden-Sammlung im Saliterhof in Peiting: Die Aktion wird voraussichtlich bis Sonntag, 13. März, fortgesetzt, allerdings wurde die Palette der Hilfsgüter, die entgegengenommen werden, eingeschränkt. „Das Echo war in den vergangenen Tagen so überwältigend, dass die Organisatoren nun die Sammlung von Kleidungsstücken einstellen und nur mehr dringend benötigte Artikel für die Geflüchteten an den Grenzen der Ukraine für einen großen Hilfstransport sammeln“, so Bürgermeister Peter Ostenrieder. Gefragt seien aber Babynahrung, Windeln, Taschenlampen, Kopflampen, Schlafsäcke, Decken, Kissen, Toilettenpapier, Küchenrollen, Plastik-Trinkflaschen (0,5 l), Verbandskästen, Powerbanks, Handwärmer, Handschuhe, Mützen, Hygieneartikel (wie Damenbinden und Shampoo), fieber- und/oder schmerzsenkende Medikamente sowie Klapp- und Feldbetten (bevorzugte Spendenannahme: unter der Woche von 7 bis 18 Uhr).

Spendenkonto der Marktgemeinde Peiting: Unter den IBANs DE 58 7035 1030 0000 1003 70 (Sparkasse Oberland) und DE 08 7016 9509 0000 0000 19 (Raiffeisenbank Pfaffenwinkel) können Spenden für Flüchtlinge aus der Ukraine überwiesen werden (Empfänger: Markt Peiting; Verwendungszweck: „Spende Ukrainehilfe 2022“).

Sammlung der Mittelschule Weilheim: Medikamente und medizinische Hilfsmittel, die von der Schule gesammelt werden, sollen bereits am morgigen Freitag mit privat organisierten Transporten an die polnisch-ukrainische Grenze gebracht werden. Wer über diese Aktion helfen möchte, wird gebeten, seine Spenden am heutigen Donnerstag, 3. März, 12 bis 16 Uhr, in der Schule abzugeben (Zugang über Pausenhof; Zufahrt von der Engelhardstraße her). Benötigt werden: Spritzen (2 ml), Tonometer, Thermometer, Corvalol, Schmerzmittel (Tabletten, Ampullen), Pulsoximeter, Aktivkohle, Verbandspackungen (aller Art, v.a. aber in Rollen), Paracetamol, Antipyretika, Hämostatika, Tranexamsäure und „Dicynone“. Auch Herrenunterwäsche (Größe S bis L) wird laut Homepage der Schule bei der Sammlung entgegengenommen.

Hilfsaktion von Josef Wiedemann in Weilheim: Bei einer privaten Aktion bittet Josef Wiedemann aus Weilheim um folgende Artikel für Kriegsopfer aus der Ukraine: „Isomatten, Schlafsäcke, Bettwäsche, Hygieneartikel, medizinische Verbandsmittel, Blutbeutel, nicht verschreibungspflichtige Schmerzmittel und Ähnliches“. Die Abgabe von Spenden ist noch am heutigen Donnerstag, 3. März, und morgigen Freitag, 4. März, jeweils von 10 bis 13 und 14.30 bis 18 Uhr im „Musikhaus Wiedemann“ (Münchener Straße 3) möglich. Die Hilfsgüter gibt Wiedemann an die ukrainische griechisch-katholische Pfarrei in München weiter, die sie dann erneut weiterleitet.

Unterstützung aus Steingaden: Die Gemeinde Steingaden führt, wie gestern Nachmittag bekannt wurde, am 11. März, 14 bis 18 Uhr, eine Sammlung unter anderem von Bettwäsche, Handtüchern und Hygieneartikeln am Südeingang des Rathauses durch. Mehr Infos – auch zu einem Spendenkonto – sollen am heutigen Donnerstag mit dem örtlichen Mitteilungsblatt verteilt werden.

Spendeninitiative der Gemeinde Polling: Die Gemeinde Polling will aktuell dazu animieren, die Hilfsgüter-Sammlung im Saliterhof in Peiting zu unterstützen, möchte aber in Kooperation mit einem örtlichen Verein eine eigene Sammelstelle einrichten . Diese soll „spätestens Anfang nächster Woche“ in Betrieb gehen, so Bürgermeister Martin Pape gestern (inzwischen gibt es die Sammelstelle, s. Update oben). Auch die Gemeinde Polling hat ein Spendenkonto zur Unterstützung von Menschen aus der Ukraine eingerichtet (unter dem Stichwort „Solidarität Ukraine“ und mit der IBAN DE 65 7035 1030 0032 6841 93).

Spendenbitte der Caritas im Landkreis: Menschen, die in der Ukraine leben oder sich auf der Flucht befinden, soll das Geld helfen, um das der Geschäftsführer des Caritas-Kreisverbandes, Thomas Koterba, aktuell bittet (er hatte schon vergangene Woche auf die Not der Menschen in der Ostukraine hingewiesen). Spenden: auf das Konto von Caritas International mit der IBAN DE 88 6602 0500 0202 0202 02 (Verwendungszweck: „CY00050 Ukraine-Konflikt“). Koterba weist auch auf die Möglichkeit hin, für die Ukrainehilfe der Malteser zu spenden, für er ebenfalls tätig ist (Online-Überweisung über https://www. malteser-international.org).

Aufruf des Landkreises, möglichen Wohnraum für Flüchtlinge zu melden: „Um allen Geflüchteten möglichst schnell und effizient Unterkünfte zur Verfügung zu stellen, werden Landkreisbürgerinnen und -bürger, die Wohnraum anbieten wollen, gebeten, sich im ersten Schritt an ihre Gemeinde zu wenden“, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes Weilheim-Schongau vom Montag.

Initiative der Stadt Schongau: Auch die Stadt Schongau hat ein Spendenkonto zugunsten von Flüchtlingen aus der Ukraine eingerichtet (IBAN DE 79 7035 1030 0190 0001 90). Zudem nimmt sie unter der Mailadresse hilfe@schongau.bayern.de Angebote für Flüchtlingsunterkünfte und für Sachspenden entgegen.

Hilfsprojekt in Penzberg: Mit ihrem Hilfsprojekt für Menschen in der Ukraine war Barbara Resch aus Penzberg schon so erfolgreich, dass sie nun nur noch eine Transportmöglichkeit sucht bzw. Hilfsorganisationen Lagermöglichkeiten anbietet. Kontakt: Telefon 0170/6152889.

Sammlung des Jugendtreffs „Pumpenhaisl“ in Hohenpeißenberg: Für Geflüchtete aus der Ukraine sammelt der Jugendtreff am Mittwoch, 9. März, von 15.30 bis 18 Uhr am „Pumpenhaisl“ folgende Spenden: Hygieneartikel (wie Windeln, Duschgel, Tampons, Binden, Toilettenpapier und Desinfektionsmittel), Pflaster, Verbandskästen, nicht verschreibungspflichtige Medikamente (etwa gegen Schmerzen, Fieber, und Erkältung), Taschenlampen, Babynahrung, Konserven, stilles Wasser in PET-Flaschen, Müsliriegel, Bettdecken und Powerbanks . Letztere seien besonders wichtig, „damit die Menschen miteinander in Kontakt bleiben können“, heißt auf einem Plakat zur Aktion. Die Spender werden gebeten, die Artikel sortiert nach deren Art in Kartons zu verpacken und auf diesen den Inhalt zu vermerken. Die Hilfsgüter fließen in die Saliterhof-Spendenaktion in Peiting ein (siehe oben).

Weitere Aktionen, mit denen Menschen aus der Ukraine geholfen wird, veröffentlichen wir gern. Infos bitte an redaktion@weilheimer-tagblatt.de oder redaktion@schongauer-nachrichten.de.

(Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Weilheim-Penzberg-Newsletter.)

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