Weit zurückgezogen hat sich das Wasser des Starnberger Sees vom Ufer. Foto: rf

Zu wenig Wasser unter dem Kiel

Seeshaupt - Die Seenschifffahrt auf dem Starnberger See hat mit einem extremen Niedrigwasser zu kämpfen

Vor einem Jahr hatte es so viel geregnet, dass die Ausflugsdampfer am Starnberger See wegen des hohen Wasserstandes nur noch in Starnberg und Tutzing anlegen konnten, Seeshaupt und Bernried wurden wochenlang nicht angefahren. Heuer ist es genau umgekehrt: Durch die anhaltende Trockenheit stehen die Anlegestege so hoch aus dem Wasser, dass die Rampen zum Ein- und Aussteigen recht steil sind.

Die kleine „MS Phantasie“ musste sogar im Hafen bleiben, bis die niedrigeren Seitenstege in Seeshaupt wie auch in Ammerland und Tutzing umgerüstet waren. Seit Fronleichnam fährt die Linie „F“ nun wieder fahrplanmäßig.

Walter Stürzl kann sich während seiner 25 Jahre als Geschäftsführer der Bayerischen Seenschifffahrt an keinen so extremen Niedrigwasserstand erinnern. Schon jetzt wirbeln die Schiffsschrauben viel Schlick am Ufer auf. Wenn der Pegel noch weiter sinkt, könnte das seinen Worten nach „zu echten Problemen führen“. Abhilfe brächte nur wochenlanger Regen, dann aber bleiben die Fahrgäste aus, was Stürzl auch nicht recht wäre, selbst wenn er seit Freitag im Ruhestand ist.

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