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Der Breitbandausbau wird kommen: Darüber freuten sich (v. v. l.) Thilo Kurtz (Telekom), Bürgermeister Helmut Dinter, Ralf Niepel (Telekom), Jürgen Schuster (Planungsbüro Corvese) sowie (h. v. l.) Hermann Lautenbacher und Martin Krenner. 

Arbeiten sollen 36 Monate dauern

Breitbandausbau in Wessobrunn: Start im Frühjahr 2020

Nach vielen Verhandlungen ist es soweit. Der Breitbandausbau für die Gemeinde Wessobrunn wird kommen. Gestartet werden soll im Frühjahr 2020. Die Fertigstellung ist für Mitte 2022 geplant. Diese 36 Monate Bauzeit seien „durchaus eine Herausforderung“, so Ralf Niepel, Regionalmanager der Telekom bei der Vertragsunterschrift.

Wessobrunn – Schnelles Internet braucht seine Zeit. Vor über zwei Jahren beschäftigte sich die Gemeinde Wessobrunn mit dem Thema „Breitbandausbau“ im Klosterort. Nach vielen Verhandlungen, Förderanträgen und Gesprächen biegt das Projekt jetzt langsam auf die Zielgerade ein.

In dieser Woche wurden die Verträge mit der Telekom unterschrieben. Im nächsten Frühjahr soll mit den Arbeiten begonnen werden. Die Fertigstellung ist für Mitte 2022 avisiert. „36 Monate Bauzeit ist durchaus eine Herausforderung“, erklärte Ralf Niepel, der Regionalmanager der Telekom bei der Vertragsunterschrift im Wessobrunner Rathaus.

750 Haushalte in der Klostergemeinde: Kosten stehen nun fest

Ursprünglich sollte das Vertragswerk bereits im Februar unter Dach und Fach gebracht werden. „Die Verzögerung ist der atene KOM (Anmerkung der Redaktion: Sie betreibt und verantwortet das Breitbandbüro des Bundes) geschuldet. Der nötige Förderbescheid kam erst Ende Juli“, erklärte Martin Krenner, der für die Wessobrunner Verwaltung das Projekt betreut.

Über 750 Haushalte in der Klostergemeinde können dann nach Abschluss des Ausbaus, der mit Kosten von 4,4 Millionen Euro veranschlagt ist, mit bis zu 1 Gigabit pro Sekunde Downloads und mit bis zu 500 MBit/s Uploads durchführen. Dazu werden 220 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und zahlreiche Netzverteiler aufgestellt. „Das Besondere bei uns ist, dass die Hausanschlüsse mit dabei sind“, führte Bürgermeister Helmut Dinter aus. In vielen anderen Breitbandprojekten sei dies nicht der Fall. Dort werden die Leitungen nur bis zur Grundstücksgrenze verlegt. Die Anschlüsse müssen dann die Hausbesitzer auf eigene Kosten erledigen.

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Hochgeschwindigkeit statt Schneckentempo

Mit diesem Vorteil ist Niepel überzeugt, die Wessobrunner, die für das Projekt einen bei 839 000 Euro gedeckelten Eigenanteil beisteuern, von einem Anschluss zu überzeugen. „In der Regel sind rund 90 Prozent dabei“, schätzt der Telekom-Manager. „Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortvorteil und steigert den Wert jeder Immobilie“, so Dinter. Der Bürgermeister freue sich, dass in den Wessobrunner Ortsteilen nach dem zeitraubenden Vorarbeiten zukünftig beim Datenverkehr Hochgeschwindigkeit und nicht mehr Schneckentempo angesagt ist.

„Mit dem Vertrag legen wir den zweiten Grundstein für die digitale Zukunft Wessobrunns“, meinte Niepel. Er versprach, das Netz immer auf den neuesten Stand zu halten. Bis es soweit ist, sind noch viele Arbeiten nötig. Die Telekom steigt nun in die Feinplanung ein. Parallel dazu erfolgt die Auswahl einer Tiefbau-Firma, was angesichts der hohen Auslastung in diesem Bereich nicht einfach sein wird.

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Zustimmung von Wessobrunner Grundstücksbesitzern in Wessobrunn

Für den Ausbau selbst benötigt die Telekom dann auch noch die Zustimmung der jeweiligen Grundstücksbesitzer in Wessobrunn. „Glasfaser gibt es nur gemeinsam“, stellte Niepel klar, dass eine Einverständniserklärung nötig ist. Die Telekom wird dazu die Eigentümer direkt kontaktieren. Zudem wird das Projekt auch noch bei einer eigenen Bürgerversammlung, die für das Frühjahr 2020 geplant ist, im Detail vorgestellt werden.

Von Roland Halmel

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