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Die Besten aus aus den Landkreisen Weilheim-Schongau (vorne) und Landsberg. 

Verabschiedung in Wessobrunn

IHK-Lob für Absolventen: „Chancen ohne Ende“

116 junge Leute aus den Landkreisen Weilheim-Schongau und Landsberg haben ihre IHK-Zeugnisse erhalten. Diese Anzahl ist ein Rekord.

Landkreis – Zum Abschluss ihrer Ausbildung bekamen 116 Absolventen in der Wessobrunner Mehrzweckhalle von der Industrie- und Handelskammer (IHK) die Zeugnisse. 

Leben selber gestalten

„Chancen ohne Ende“ haben die Absolventen, so der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Weilheim-Schongau, Klaus Bauer, in seiner Rede. Sie könnten nun ihr Leben selbst gestalten, ihre berufliche Zukunft selbst aufbauen. Die Gelegenheit sei jetzt besonders günstig, so Bauer, da „wir in einer spannenden Zeit unterwegs sind“.

Verantwortung übernehmen

Eine der Fragen sei: „Wie schaffen wir es, Klimaschutz, Wachstum und Wohlstand zu vereinen?“ Sein Appell an die Jugend: „Sie müssen Verantwortung dafür übernehmen, die Welt so zu gestalten, wie Sie leben wollen.“ Mit Panikmache erreiche man nichts. Auch „mit Nörgeln und Jammern werden wir unsere Probleme nicht lösen können“, so der Weilheimer Unternehmer.

Selbstständigkeit auch ein Weg

Dass die jungen Fachkräfte etwas für ihre Zukunft tun müssen, sagte ihnen auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß mit einem Zitat des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry: „Was die Zukunft betrifft, ist deine Aufgabe nicht, sie vorherzusehen, sondern, sie zu gestalten.“ Dann stünden die Chancen gut, dass sie etwas erreichen. Unternehmer würden Mitarbeiter brauchen, die sich mit dem Unternehmen identifizieren. Ein anderer Weg sei der in die Selbstständigkeit.

Werbung für Weiterbildung

Auf Weiterbildung setzt Andreas Blaschke, der als einer von 35 Absolventen mit einem Notendurchschnitt unter 1,4 ausgezeichnet wurde. Er will „in Erlangen Zellbiologie und Molekularbiologie studieren“, weil die dortige Universität auf dem Gebiet führend sei. Nach Bachelor und Master will er sich entscheiden, ob er das Studium fortsetzt und an der Universität bleibt, oder in die Wirtschaft geht. 

Arbeiten in der Forschung

Auf alle Fälle will er in der Forschung arbeiten. Mit „Roche Diagnostics“, wo er seine Ausbildung gemacht hat, will er „in Kontakt bleiben“, weil ihm das Unternehmen sehr gut gefällt.

330 Gäste waren Rekord

Laut Jens Wucherpfennig, der die Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer in Weilheim leitet, stellt die Zahl von 116 Absolventen einen Rekord dar. Auch die Veranstaltung in Wessobrunn war ein Rekord: Insgesamt 330 Gäste waren in die Mehrzweckhalle gekommen, um das Ereignis gemeinsam zu feiern.

Schnell Lautsprecher repariert

Was Kreativität ist, zeigten zwei „Musikaniker“, die auf Instrumenten spielten, die sie aus Autoschrott selbst gebaut hatten. Was Flexibiltät ist, zeigten zwei Absolventen, die vor der Veranstaltung noch schnell die Lautsprecheranlage funktionstüchtig machten.

Alfred Schubert

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