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„Bayerischer Hiasl“ soll Vereinsheim werden

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Von: Roland Halmel

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Der „Bayerische Hiasl“ in Forst steht seit Jahren leer. Nun soll aus dem ehemaligen Gasthof ein Vereinsheim werden. Die Planungen dafür sind bereits angelaufen.  Foto: Halmel
Der „Bayerische Hiasl“ in Forst steht seit Jahren leer. Nun soll aus dem ehemaligen Gasthof ein Vereinsheim werden. Die Planungen dafür sind bereits angelaufen. © Foto: Roland Halmel

Diese Nachricht sorgte für viele überraschte Gesichter bei den Besuchern der jüngsten Wessobrunner Gemeinderatssitzung: Die Kommune plant den seit Jahren leer stehenden Gasthof „Bayerischer Hiasl“ in Forst in Erbpacht zu kaufen und daraus ein Vereinsheim zu machen. Das angedachte Neubauprojekt neben dem Sportheim ist damit gestorben.

Forst – Eine Ortsrunde des Bürgermeisters kann durchaus erfreuliche Nachwirkungen haben. Diese Erfahrung machte Wessobrunns Rathauschef Georg Guggemos, der bei der vor kurzem durchgeführten Klausurtagung in allen Ortsteilen unterwegs war. In Forst lief ihm dabei Georg Buchner-Arnold über dem Weg. Bei dem Gespräch mit dem „Bayerischer Hiasl“-Besitzer kam das Thema „Pacht der Gaststätte“ durch die Gemeinde zur Sprache.

„Er zeigte sich gegenüber einem langfristigen Pachtverhältnis auch auf Erbpacht sehr offen“, so Guggemos über Buchner-Arnold. Der Bürgermeister holte auch noch eine schriftliche Bestätigung, ehe er die Idee mit den Forster Vereinen besprach. „Von deren Seite besteht Interesse an der Nutzung der Gastwirtschaft“, sagte Guggemos.

„Das Ganze ergab sich kurzfristig, wenn es hinhaut, hätten alle Vereine eine Heimat“, ergänzte Gemeinderat Andreas Reßler, der in vielen Forster Vereinen vertreten ist und in die Gespräche eingebunden war. Der Rathauschef stellte dem Gemeinderat gleich einen möglichen Fahrplan für das Vereinsheim-Projekt vor. Zunächst soll eine Wertermittlung des Gebäudes erfolgen. Ein dafür nötiges Gutachten ist mit 2300 Euro veranschlagt. „Die Gemeinde und der Besitzer teilen sich die Kosten jeweils zur Hälfte“, wie Guggemos erklärte.

Im Anschluss an das Gutachten sollen die Eckdaten für den Pachtzins und die Pachtdauer – angedacht sind 50 Jahre – abgesteckt und die Fördermöglichkeiten geprüft werden. Zudem wird die Bausubstanz des Gebäudes mit den örtlichen Betrieben in Augenschein genommen.

Danach soll dann ein Raumkonzept mit den Vereinen besprochen werden. Nach einer Diskussion im Gemeinderat wird ein Vertragsentwurf erstellt, der dem Landratsamt vorgelegt wird. Sofern es von dort grünes Licht gibt, muss das Ratsgremium noch zustimmen, ehe der Vertrag unterschrieben werden kann.

Auch für die Feuerwehr, die im Neubau eines Vereinsheims mit eingeplant war, die aber im „Bayerischen Hiasl“ keinen Platz findet, soll nach einer Lösung gesucht werden. „Wir prüfen Möglichkeiten am alten Standort, aber auch einen in der Nähe der Wirtschaft, der allerdings nicht als Fremdkörper wirken darf“, erläuterte Guggemos, dessen Fahrplan vom Gemeinderat ohne Gegenstimme abgesegnet wurde.

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