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Wessobrunn

Dauerthema „Hallengebühren“

Wessobrunn - Bei der Mehrzweckhalle sollen die Nutzungskosten für die Vereine nicht weiter steigen. Wer fleißig ist, bekommt gar einen Teil erlassen.

Die Nebenkosten und die Nutzungsgebühren der Mehrzweckhalle gehören bei den Themen im Wessobrunner Gemeinderat zu den Dauerbrennern. Auch in der jüngsten Sitzung beschäftige sich das Ratsgremium damit.

Hintergrund war der Beschluss aus dem Oktober 2010, der vorsah, dass die Nutzungsentgelte der Vereine, die die Halle benutzen, jährlich steigen. Der SV Wessobrunn hätte damit im laufenden Jahr 4550 Euro (nach 4200 Euro im Jahr 2015), der Trachtenverein 390 Euro (360) und die Musikkapelle 845 Euro (780) zu zahlen. Mit diesen Beträgen sollen sich die Vereine an dem Defizit der Halle beteiligen, das im Vorjahr gut 15.000 Euro betrug.

Gegen die automatische jährliche Erhöhung sprach sich jetzt jedoch der Arbeitskreis „Halle“ aus. Stattdessen sollten die Gebühren auf Vorjahreshöhe eingefroren werden, schlug er vor. Diesem Antrag stimmte der Gemeinderat nach kurzer Aussprache auch zu.

Darüber hinaus wurde eine Idee diskutiert, wie die Vereine ihre Kostenbeteiligung reduzieren können. Sie sieht vor, dass sie sich an den anstehenden Renovierungsarbeiten beteiligen und die so eingesparten Bauhofkosten auf die Höhe der Nutzungspauschale angerechnet werden. „Das ist ein Anreiz, um etwas zu machen“, sagte Bürgermeister Helmut Dinter.

Möglichkeiten, sich mit Muskelkraft einzubringen, gibt es nach Meinung von Gerlinde Sterr aus dem Arbeitskreis viele. „In der Halle stehen einige Arbeiten an, um sie in gutem Zustand zu halten“, sagte Sterr. „Wenn so etwas koordiniert gemacht wird, ist das eine ,win-win‘-Situation“, plädierte Rupert Sedlmayr ebenfalls dafür, diesen Weg zu gehen. „Wir dürfen aber nicht in die Situation kommen, dass wir Geld auszahlen müssen“, trat Dinter danach auf die Bremse. Sein Vorschlag lautete deshalb, eine Liste zu erstellen, was gemacht werden muss und wie es abzurechnen ist. „Das muss sauber aufgelistet und aufgeschlüsselt werden“, sagte der Bürgermeister. Das fand auch das Ratsgremium gut, das der Idee einhellig zustimmte. Ob das Vorgehen eine dauerhafte Lösung wird, ist aber noch offen. „Jetzt müssen wir schauen, ob es so geht“, sagte Dinter, der damit eine neue Regelung für die Zukunft nicht ausschloss.

-Roland Halmel-

Rubriklistenbild: © bro

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