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Unterschriften drunter: Stefan Drexl (hinten links, Kommunalbetreuer“ Bayernwerk“), Jakob Schleich (hinten rechts), Ursula Jukelius und Helmut Dinter. 

Konzessionsvertrag unterschrieben

E.ON-Tochter betreibt weiter die Stromnetze im Ort

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Wenn Gemeinden Verträge mit Netzbetreibern abschließen, ist das meist eine langfristige Sache. Wessobrunn hat sich deshalb ein Sonderkündigungsrecht erbeten - und bekommen.

Wessobrunn – Das Thema war zeit- und arbeitsaufwändig. Jetzt kam es mit der Unterschrift aber zum Abschluss. Die Rede ist vom neuen Konzessionsvertrag der Gemeinde Wessobrunn mit dem neuen und alten Netzbetreiber, der „Bayernwerk AG“. Die 100-prozentige Tochter des „E.ON“-Konzerns ging als Sieger der Ausschreibung hervor, nachdem sich der einzige Konkurrent, die Stadtwerke Weilheim, zurückgezogen hatte.

In dem Vertrag, der für 20 Jahre gilt, wird „Bayernwerk“ eingeräumt, wie bisher das Stromnetz auf dem Gemeindegebiet zu betreiben sowie Versorgungsanlagen und Leitungen auf gemeindlichen Wegen und Grundstücken zu errichten. In der Kommune mit rund 2200 Einwohnern sind Kabel und Freileitungen von rund 100 Kilometern Länge verlegt. Mit 34 Trafostationen und 168 Kabelverteilerkästen werden rund 720 Hausanschlüsse versorgt. Welchen Stromanbieter man nutzt, kann aber jeder Bürger weiter selbst entscheiden.

„Wir freuen uns sehr, dass wir weiterhin Partner der Gemeinde sind“, sagte Ursula Jukelius, Leiterin für Kommunen und Kooperationen in Oberbayern beim „Bayernwerk“, bei der Vertragsunterzeichnung. „Die Zusammenarbeit bisher lief auch gut“, sagte Bürgermeister Helmut Dinter, der aber das bürokratische Ausschreibungsverfahren kritisierte, das vom Gesetzgeber streng reglementiert ist und Kommunen wenig Verhandlungsspielraum lässt.

Eine Sondervereinbarung haben Dinter und Wessobrunns Kämmerer Jakob Schleich in dem 27-seitigen Vertragswerk aber unterbringen können: Die Gemeinde hat nach fünf Jahren ein Sonderkündigungsrecht.

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