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Die Musikkapelle Forst war für den musikalischen Part beim Familienfest zuständig.

Am Sonntag

Inzwischen Tradition: So schön war das Familienfest 2018 in Forst

Weißblauer Himmel, Blasmusik, kühles Bier und dazu kulinarische Schmankerl vom Grill und aus dem Räucherofen: Wer ein gemütliches bayerisches Dorffest erleben wollte, der war am vergangenen Sonntag in Forst-Linden beim inzwischen schon traditionellen Familienfest des örtlichen Veteranen- und Reservistenvereins genau richtig.

Forst - Gefeiert wurde wie jedes Jahr auf dem Hof der Familie Kriesmair – und wie gewohnt unter einem zum Sonnensegel umfunktionierten Fallschirm. Zur Mittagszeit waren die schattigen Sitzplätze schon gut besetzt. „Küchenchef“ Lothar Beyer, der bei den Forster Veteranen und Reservisten seit 33 Jahren für die Verpflegung zuständig ist, hatte alle Hände voll zu tun. „Manche Gäste holen sich auch zwei Mal was zum Essen“, erzählte Beyer, der 50 Kilo Grillfleisch, 30 Kilo Kesselfleisch und 50 frisch geschlachtete Räucherfische auf Lager hatte: „Das ist eine ganze Menge, aber die braucht man auch, wenn am Nachmittag über 300 Besucher an den Tischen sitzen.“ Beyer selbst übte sich jedoch in Zurückhaltung: „Ich bin momentan auf Diät. Aber das ist überhaupt keine Qual, weil solange ich koche, hab’ ich keinen Hunger“, versicherte der „Grillmeister“ schmunzelnd. Großartig experimentiert wurde in der Festküche übrigens auch heuer nicht: „Wir machen jedes Mal das Gleiche. Unser Grillteller zum Bespiel kommt immer sehr gut an. Als wir ihn einmal von der Karte gestrichen haben, wurde sofort nach ihm gefragt“, so Beyer.

Viel geboten war auch heuer wieder für die Kinder. Sie vergnügten sich in der Hüpfburg, beim Schminken, bei den Kutschfahrten durchs Dorf oder auf den Oldtimer-Traktoren, an denen das Sonnensegel festgezurrt war. „Das Fest kommt bei den Besuchern wirklich sehr gut an. Wir wollen es deshalb auch so lange wie möglich weiter veranstalten“, erklärte Peter Obholzer, der Vorstand des Veteranen- und Reservistenvereins. Auch die Organisationspartnerschaft mit dem Förderverein für bildende Einrichtungen in Forst funktioniert bestens: „Der Verein sorgt am Nachmittag immer für Kaffee, Kuchen und Schmalznudeln. Das entlastet uns und ist auch gut für den Förderverein. Es bleibt immer was in der Kasse hängen“, so Obholzer.

Die achte Auflage des Familienfestes fand übrigens auch in diesem Jahr wieder im Anschluss an die Fronleichnamsprozession statt: „Der Termin hat sich so eingebürgert“, erklärte Obholzer: „Die Leute wollen um 11 Uhr nach der Prozession nicht mehr heimgehen und das Kochen anfangen.“

Bernhard Jepsen

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