Ließen sich die gute Laune vom Regen und der Kälte nicht nehmen: die Kinder und Betreuer des JRK-Zeltlagers in Wessobrunn.
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Ließen sich die gute Laune vom Regen und der Kälte nicht nehmen: die Kinder und Betreuer des JRK-Zeltlagers in Wessobrunn.

JRK-Zeltlager in Wessobrunn

„Fetzen-Gaudi“ in Gummistiefeln

  • Kathrin Hauser
    VonKathrin Hauser
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50 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren, die aus dem ganzen Landkreis kamen, waren beim Zeltlager des Jugendrotkreuzes (JRK) Ende August in Wessobrunn dabei. Auch wenn sie wetterbedingt die meiste Zeit Gummistiefel trugen, hatten die Buben und Mädchen eine „Fetzen-Gaudi“, wie das JRK mitteilt.

Wessobrunn – Im vergangenen Jahr gab es coronabedingt eine Zwangspause für das Zeltlager des Jugendrotkreuzes (JRK) Weilheim-Schongau. Heuer gab es wieder ein Zeltlager. Und es war trotz des teilweise schlechten Wetters eine „Fetzen-Gaudi“, wie der stellvertretende Leiter der Jugendarbeit im BRK-Kreisverband Weilheim-Schongau und örtliche Leiter des Jugendrotkreuzes Peißenberg, Daniel Illich, im Anschluss an das Lager berichtete.

Dass es höchste Zeit für Kinder und Eltern wurde, wieder solche Angebote wie das gemeinsame Zelten zu machen, habe sich schon bei den Anmeldezahlen gezeigt, schreibt Illich: „Während wir die vergangenen Jahre immer circa 30 Kinder im Zeltlager dabei hatten, wurden wir heuer regelrecht überrannt.“ In diesen Sommerferien waren 50 Kinder in Wessobrunmen dabei – wobei noch rund zehn weitere Kinder auf der Warteliste standen, die nicht zum Zuge kamen.

Dabei war der organisatorische Aufwand wegen der Corona-Schutzbestimmungen größer. „Wir mussten deutlich mehr Zelte aufstellen, weil Kinder aus maximal zwei Haushalten in einem Zelt schlafen durften“, sagte Illich.

Deswegen fuhren am 22. August ein Lastwagen und mehrere Autos mit Material und Zelten nach Wessobrunn, wo das Lager auf einer Wiese neben der Mehrzweckhalle aufgeschlagen wurde. „Nur fünf Stunden blieben den Betreuern, um fünf Essens-, Aufenthalts- und Materialzelte sowie 30 Kinder- und Betreuerzelte im Trockenen aufzubauen, denn ab dann war Regen angesagt“, so Illich. Kaum sei alles aufgebaut gewesen, habe der Regen eingesetzt. „Während sich die Wiese immer mehr in einen Sumpf verwandelte, wurde im Zelt die kommende Woche besprochen“, schreibt der JRK-Leiter.

Offensichtlich war die Planung erfolgreich, denn trotz vielen Niederschlägen bei teilweise sehr herbstlichen Temperaturen gelang es den 13 Betreuern, die Kinder, die zu Beginn einen negativen Coronatest vorweisen mussten, fünf Tage lang bei Laune zu halten: „Gummistiefel waren die Modeausrüstung für das Zeltlager“, sagte Illich. Ein paar Kinder mussten zudem von ihren Eltern wärmere Pullover nach Wessobrunn gebracht bekommen, weil sie sonst gefroren hätten. Das habe der guten Stimmung aber keinen Abbruch getan. „Wir hatten Glück, die Zelte blieben immer trocken“, sagte Illich.

An einem Tag haben die Kinder das Gelände ums Wessobrunner Kloster herum erkundet, ansonsten haben sie die Zeit auf ihrem Lagerplatz verbracht, wo sie mit Hammer und Nägeln Kunstwerke gestalteten, sich am Lagerfeuer wärmten, Nachtwanderungen unternahmen, Spiele spielten – und sich mit Erster Hilfe beschäftigten, zum Beispiel Verbände anlegten. Kinder und Betreuer seien begeistert gewesen. „Wir hatten ein super Team“, schwärmt Illich. Nachdem die Kinder am Ende der Woche wieder abgereist waren, mussten die Betreuer die vielen Zelte wieder abbauen. Diesmal im Regen. Das Material war so nass, dass es Tage später noch nicht ganz getrocknet war. „Am Ende steht fest, dass selbst der Regen gegen die gute Laune der Anwesenden keine Chance hatte“, schreibt Illich.

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