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An der Einmündung der Straße aus Richtung Forst in die Staatsstraße Weilheim-Landsberg, wo es vor kurzem zu einem tödlichen Unfall kam, wünscht sich der Gemeinderat Wessobrunn eine Sichtschutzwand.

Einmündung bei Zellsee

Gemeinde Wessobrunn fordert Sichtschutzwand

Der Wessobrunner Gemeinderat möchte eine Sichtschutzwand an der Abzweigung der Staatsstraße Weilheim-Landsberg auf Höhe von Zellsee. Mit den Anfragen bei den zuständigen Stellen biss er bisher aber auf Granit.

Wessobrunn – An der B 2 bei Wielenbach und an der Zufahrt aus dem Gewerbegebiet auf die Verbindungsstraße zwischen Peiting und Schongau gibt es sie bereits, an der B 472 hinter Schongau wird eine weitere gebaut: eine Sichtschutzwand an einer Straßeneinmündung, mit der die Sicherheit erhöht werden soll. Und die Gemeinde Wessobrunn wünscht sich bei Zellsee ebenfalls eine solche Wand.

„Auf mein Schreiben an das Landratsamt bekam ich zur Antwort, dass die Unfallkommission die Stelle begutachtet hat und zum Schluss kam, dass es durch die Sichtschutzwand, keine Verbesserung der Unfallsituation gäbe, da die Sicht bereits durch natürlichen Bewuchs eingeschränkt ist“, berichtete Bürgermeister Helmut Dinter bei der April-Sitzung des Gemeinderats. Darüber hinaus sei die Kreuzung auch kein Unfallschwerpunkt, was die Wessobrunner nach dem tödlichen Unfall vor ein paar Wochen aber in Zweifel ziehen.

„Ich werde dem Schreiben auch widersprechen, nicht zuletzt, weil der natürliche Bewuchs auch entfernt wurde und die Sicht dadurch freier ist“, erklärte Dinter. Er mutmaßte, dass die Verkehrsbeschau vor den Auslichtungsaktion am angrenzenden Bachlauf gemacht wurde.

„Eigentlich wäre an der Stelle an der Staatsstraße, wie an vielen anderen Einmündungen auch, eine Geschwindigkeitsbegrenzung angesagt und sinnvoll. Da wird zum Teil mit mehr als 100 Sachen vorbeigerast“, brachte Gemeinderätin Gerlinde Sterr auch noch einen weitergehenden Vorschlag ins Spiel. „Ich werde diesbezüglich noch mal nachhaken und auch ein Tempolimit anregen. Da sollte noch mal eine Beschau gemacht werden“, schloss Dinter den Tagesordnungspunkt.

Roland Halmel

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