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Ein Teil der neuen Gemeinderäte samt Bürgermeister Georg Guggemos (2. v.l.)

Sitzung des Gemeinderats

Wessobrunn: Zwei Stellvertreter für den Bürgermeister

Gleich sieben neue Räte sitzen im Gemeinderat Wessobrunn. Es gibt noch eine Neuerung: Bürgermeister Georg Guggemos hat nicht nur einen, sondern zwei Vertreter.

Wessobrunn – „Die Zielsetzung war dabei, dass alle Ortsteile gut vertreten sind“, erklärte Guggemos, der die Idee im Vorfeld mit den im Gemeinderat vertretenen Listenführern beraten hatte. Dabei kristallisierten sich auch zwei Kandidaten heraus: Erwin Köhler von der Haider und Andreas Reßler von der Forster Liste.

„Ich bin im Wessobrunner Rathaus anzutreffen, und die beiden sind in den Ortsteilen präsent“, sah Guggemos die angestrebte regionale Verteilung damit auch erfüllt. Die Konstellation mit einem zweiten und einem dritten Bürgermeister werde die Gemeinde auch nicht mehr kosten. „Der zweite Bürgermeister und ich als erster werden auf einen Teil der Entschädigung verzichten“, so Guggemos. Mit 14:1 Stimmen wurde Köhler zum zweiten und mit 13:2 Stimmen Reßler zum dritten Bürgermeister gewählt. Mit einer Enthaltung bestimmte das Ratsgremium zudem Gerlinde Sterr zu einer weiteren Stellvertreterin, die aber nur im Notfall benötigt wird.

30 Euro Sitzungsgeld

Das Sitzungsgeld blieb mit 30 Euro konstant. Das Thema Geschäftsordnung wurde vertagt. „Wir schauen, wie es sich nach drei, vier Sitzungen einspielt, und dann gehen wir es an“, so Guggemos.

Die im Vorfeld abgesprochene Besetzung des Rechnungsprüfungsausschusses durch Gerlinde Sterr, Leopold Hahn, Michael Geburek und Leonhard Reßler ging ohne Diskussion vonstatten.

Offene Bürgerkreise

Eine Neuerung gibt es bei den Arbeitskreisen, die zukünftig als offene Bürgerkreise firmieren und somit nicht nur den Gemeinderäten, sondern auch interessierten Wessobrunnern die Möglichkeit gibt, mitzuwirken. „Hoffentlich funktioniert das besser als früher. Da hatten wir das schon mal, aber da kamen die Teilnehmer nicht regelmäßig, was die Arbeit erschwerte“, sagte Franz Erhard. „Von den Bürgerkreisen wird es protokollierte Sitzungen und eine regelmäßige Berichterstattung im Gemeinderat geben“, ergänzte Guggemos.

Vier große Themen

Vier Themenkreise sind geplant: „.Umwelt, Landschaft und Energie“, „Nachbarschaftshilfe, Soziales und Bürgerengagement“, „Dorfentwicklung“ und „Klostergut“. Die letzten beiden waren zunächst als gemeinsamer Kreis geplant. Auf Intervention des Gemeinderats wurden sie dann aber geteilt.

Kein Referent für Feuerwehr

Auch bei der Anzahl und der Zuständigkeiten der Referenten gab es einige Änderungen. Für den Wald und die Feuerwehr wird kein Referent bestellt. „Wir haben zwei Feuerwehrkommandanten im Gemeinderat“, sah Guggemos keine Notwendigkeit. Neu eingerichtet wurde unter anderem der Referent für „Digitalisierung, Breitband und elektronisches Rathaus“. Den Posten übernimmt Max Obholzer.

Wahlkampf „mehr als ruppig“

Zum Schluss gingen Richilde Kölbl, die als älteste Gemeinderätin Guggemos den Amtseid abnahm, und Franz Erhard kurz auf den Wahlkampf ein. „Der war mehr als ruppig und zum Teil unter der Gürtellinie“, urteilte Kölbl. „Hoffentlich kommt so einer nicht wieder“, meinte Erhard. Doch beide wollten den Blick nach vorne richten.

Roland Halmel

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