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Die neue Liste „Gemeinsam gestalten“ tritt mit ihrem Spitzenkandidaten Georg Guggemos (vorne, 6.v.l.) bei der Kommunalwahl an. 

In Wessobrunn tritt Guggemos  gegen Dinter an

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Bürgermeister Helmut Dinter bekommt Konkurrenz. Die neue Liste „Gemeinsam Gestalten“ wählte nicht ganz unerwartet Georg Guggemos zu ihrem Kandidaten für den Chefposten im Wessobrunner Rathaus

Wessobrunn – Überraschend groß war die Zahl an Interessenten für einen Platz im Gemeinderat. 28 Listenbewerber und zwölf Ersatzleute wollen für die neue Wählervereinigung ins Ratsgremium. Bei der vergangenen Kommunalwahl gestaltete sich die Suche nach Kandidaten für die vier Listen, die damals antraten, als nicht einfach. Die Wessobrunner Wählervereinigung benötigte sogar zwei Anläufe, um eine auf die Beine zu stellen.

Umso mehr verwunderte der große Andrang bei der Aufstellungsversammlung für die Liste „Gemeinsam gestalten“ im Gasthaus „Eibenwald“. Vor dem Anmeldetisch bildete sich eine lange Schlange. „Ich bin überwältigt von dem großen Zuspruch“, sagte Guggemos bei der Begrüßung der 130 Anwesenden, darunter auch Dinter und einige Gemeinderäte.

„Wir haben uns Anfang des Jahres auf dem Weg gemacht, um Kandidaten zu suchen. Das hat funktioniert, wir haben viele gute gefunden“, so Guggemos. Bei den ersten Treffen sei schnell ein gemeinsamer Nenner und ein Name für die Liste gefunden worden. „Gemeinsam Gestalten“ soll „keine One-Man-Show werden, sondern eine Gemeinschaftsaktion“, führte der 32-jährige Beamte am Landratsamt aus. „Wir wollten offen für alle sein, und traditionell gibt es in Wessobrunn auch keine Parteiliste“, erklärte der CSU-Ortschef auf Nachfrage. „Wir haben ein junges Team mit einem Durchschnittsalter von 40 Jahren.“

„Ihr kennt mich alle, ich bin hier aufgewachsen und in die Schule gegangen. Ich kann nicht bloß mit dem Kugelschreiber, sondern auch mit dem Schraubenzieher umgehen“, spielte Guggemos auf seine handwerkliche Ausbildung vor dem Wechsel ans Landratsamt an. „Seit drei Jahren bin ich praktisch bei jeder Gemeinderatssitzung, das war total spannend zu sehen, wie viel Potenzial in der Gemeinde steckt“, so Guggemos, dem die Beobachterrolle nicht mehr reicht. „I wui Burgamoaster wern“, sagte er in der Versammlung. Das Ergebnis der Wahl fiel klar aus: Alle 100 Stimmen – die 30 Gäste durften nicht mitstimmen – fielen auf Guggemos. „Ich bedanke mich für das riesige Vertrauen, das bedeutet mir einiges“, strahlte er.

Im Anschluss stellten sich alle Listenkandidaten, darunter Erich Krammer aus dem aktuellen Gemeinderat, kurz vor. „Nur schimpfen hilft nix, man muss selbst etwas gestalten“, sagte Max Obholzer. Andere nannten Infrastruktur, Bauthemen, Landwirtschaft oder soziale Themen als ihre Schwerpunkte.

Gemeinsam zu arbeiten wurde immer wieder betont. Guggemos selbst hielt sich bei der Nennung von politischen Zielen zurück: „Das werde ich bei den Ortsteilversammlungen machen.“ Dort werden sich auch die Listenbewerber vorstellen, die von der Versammlung einhellig in der festgelegten Reihenfolge gewählt wurden. „Jetzt brauchen wir nur noch 60 Unterstützer, die in der Gemeinde Ende des Jahres für unsere Liste unterschreiben“, schloss Guggemos, die gut zweistündige Aufstellungsversammlung.

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