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In Wessobrunn wächst Widerstand gegen VR-Bank-Schließung

  • vonRoland Halmel
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Ähnlich wie in der Gemeinde Obersöchering wächst nun auch in Wessobrunn der Widerstand gegen die drohende Schließung der VR-Bank-Filiale. Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung kam das für die Klostergemeinde unerfreuliche Thema erneut zur Sprache.

Wessobrunn– „Nach der letzten Sitzung fanden mehrere Gespräche und Treffen mit Vertretern der VR-Bank statt“, berichtete Bürgermeister Georg Guggemos. Dabei bekam der Rathauschef die Zusicherung, dass Geldautomat und Kontoauszugsdrucker weiterhin vor Ort bleiben. „Die Aufstellung eines Einzahlungsautomaten wird überprüft, und in der Übergangszeit sollen acht Beratungstermine in Wessobrunn stattfinden“, so Guggemos. Zudem sollen alle Bürger über 55 Jahren persönlich angeschrieben und frankierte Briefe für Überweisungsträger bei Bedarf versendet werden. „Angedacht ist auch eine persönliche Beratung alle 14 Tage im Rathaus, ähnlich wie die Rentenberatung“, ergänzte Guggemos, der zudem auf die Möglichkeit der Terminvereinbarung für die Kunden jederzeit vor Ort verwies. „Die jeweiligen Ansprechpartner aus Wessobrunn bleiben erhalten, sie arbeiten aber dann in Weilheim“, so Guggemos.

„Wir wollen trotzdem die Unterschriftenaktion machen, denn uns ist die Unabhängigkeit der Senioren bei den Bankgeschäften sehr wichtig“, zeigte sich Gemeinderat Franz Erhard mit den Vorschlägen nicht zufrieden. Er führte erneut die VR-Bank-Filiale in Forst ins Feld, die nach wie vor Schalterstunden anbietet. „Die gehört aber zur VR-Bank Peiting“, erklärte Erhard, der gleichzeitig die Bürger aufrief, sich Ideen für das weitere Vorgehen zu überlegen. „Vielleicht sollten wir so wie in Obersöchering vor der VR-Bank demonstrieren“, war in der Bürgerviertelstunde zu hören. Von anderer Seite wurde eine noch deutlichere Maßnahme ins Spiel gebracht: „Wenn uns die Bank verlässt, verlassen wir die Bank.“

Auf wenig Begeisterung stieß bei den Bürgern und auch den Gemeinderäten die Information von Guggemos, dass die VR-Bank am Rande der Gespräche über die Filialschließung eine Spende von 1500 Euro an den Verein „Wessofontanum“ zusagte. „Das ist für den Verein eine tolle Sache, aber das Ganze hat ein G’schmäckle“, meinte Erhard.

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