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Bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt Paterzell gab es einige Stolpersteine zu überwinden. 

Ortsdurchfahrt Paterzell

Neue Bordsteine mussten wieder weg

Irgendwie holpert es mit der Sanierung der Kreisstraße „WM 29“, die Paterzell mit Peißenberg verbindet. Die Probleme begannen mit dem Grunderwerb, zuletzt sorgte die Baustelle an der Ortsdurchfahrt von Paterzell für Unmut.

Paterzell – Freitagmorgen an der Baustelle der Paterzeller Ortsdurchfahrt: Gegen 10 Uhr ist alles ruhig. Keine Baufahrzeuge, keine Bauarbeiter, kein Asphalt, der vor sich hindampft. Dabei hätten die Asphaltierungsarbeiten des ersten Teilabschnitts der Sanierung der Ortsdurchfahrt von Paterzell noch vor dem vergangenen Wochenende beginnen sollen. Doch sie wurden kurzfristig verschoben.

Auch wenn die Sanierung der Kreisstraße „WM 29“ von vielen Einheimischen lange ersehnt worden war, es hakte von Anfang an. Zunächst gab es auf der Peißenberger Seite Probleme mit dem Grunderwerb, dann musste die Ausschreibung wiederholt werden. Und als die Bauarbeiten für den ersten Teilabschnitt südlich von Paterzell bis zur Gemeindegrenze nördlich von Fendt dann Mitte Oktober des vergangenen Jahres begannen, hagelte es schnell Kritik an der Ausführung: „Für unser Dafürhalten wird viel zu kostspielig saniert“, sagte der Wessobrunner Bürgermeister Helmut Dinter damals.

Im Frühling dieses Jahres haben dann die Arbeiten am zweiten Teilabschnitt, an der Ortsdurchfahrt von Paterzell ab dem „Gasthaus Eibenwald“ begonnen. Wenn alles nach Plan verlaufen wäre, wäre dieser Bauabschnitt Ende Mai abgeschlossen gewesen. Doch es gab erneut Schwierigkeiten, und Unmut unter den Anliegern machten sich breit: Die Baustelle dümpele so vor sich hin, und die Anwohner seien vor Ort nie über die Maßnahme informiert worden. Die Randsteine seien um bis zu 30 Prozent erhöht worden, und die Häuser lägen damit noch tiefer unter dem Straßenniveau, so die Anwohner in einem Leserbrief in dieser Zeitung.

Diese Vorwürfe wollte Georg Kees, der Geschäftsführer der Firma „Schneider“ aus Schongau, die die Bauarbeiten ausführt, so nicht stehen lassen: „Sie stimmen inhaltlich so nicht“, sagte er. Ein Teil der Leitungen sei von den Netzbetreibern selber verlegt worden, das allein habe die Bauarbeiten für etwa zwei Wochen gestoppt. Vom Erdreich hätten viele Bodenproben genommen werden müssen – auch das habe Zeit gekostet.

Als sich Anwohner über hohen Zufahrten beschwert hatten, habe das Staatliche Bauamt die Pläne geändert und einige fertige Einfahrten seien wieder abgebrochen worden, so Kees: „Nach außen schaut es dann so aus, als liegt es an der Baufirma.“

Die Bauarbeiten erschwert habe zudem der schwierige Untergrund, der den Bau von Drainagen erforderlich gemacht habe. Für Verzögerungen hätten zudem einige Autofahrer gesorgt, die beharrlich ignoriert hätten, dass die Straße gesperrt ist.

Andreas Lenker, der Zuständige beim Staatlichen Bauamt, bestätigt, dass die Bordsteine zum Teil wieder entfernt wurden, nachdem sie gesetzt worden waren. Erst zu diesem Zeitpunkt sei deutlich geworden, wie hoch diese seien. Diese Arbeiten seien aber auf Kosten der vom Staatlichen Bauamt beauftragten Ingenieure erfolgt.

Wenn der Asphalt verlegt ist, folgt mit dem anderen Teil der Paterzeller Ortsdurchfahrt der dritte Bauabschnitt. Für die Maßnahme wurden Kosten in Höhe von insgesamt rund 1,6 Millionen Euro veranschlagt.

Kathrin Hauser

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