Wieder Thema im Gemeinderat 

Ein paar Schritte hin zum Bauland

Wessobrunn - Es geht wieder etwas weiter in  Sachen "Bauland". Der Gemeinderat beschäftigte sich mit den Vorhaben in Wolfhof, Wessobrunn und Haid.

 Neue Baugebiete ausweisen und die dafür nötigen Verfahren auf den Weg bringen gehört derzeit zu den Hauptbeschäftigungen des Wessobrunner Gemeinderats. Auch in der Februarsitzung setzte sich das Gremium in Abwesenheit des im Urlaub weilenden Bürgermeister Helmut Dinter mit verschiedenen Bauthemen auseinander.

In Forst wurde der Bau von vier Häusern im Weiler Wolfhof weiter auf den Weg gebracht. Wie berichtet, besteht die Möglichkeit zwischen den bereits bestehenden Häusern auf der westlichen Seite der Kreisstraße neues Bauland auszuweisen. Der dafür nötigen Billigung der Außenbereichssatzung stimmte der Gemeinderat ohne große Diskussion einhellig zu.

Mehr Zeit nahm im Anschluss die Behandlung der im Rahmen der öffentlichen Auslegung eingegangenen Stellungnahmen zum Baugebiet „Südlich der Feichtmayrstraße“ in Wessobrunn in Anspruch. Zu der Erschließung der dort geplanten Wohnbebauung durch eine Sackgasse mit Wendehammer gab es einige Anmerkungen durch die verschiedenen Behörden und Institutionen. Das Landratsamt bemängelte die fehlende Ausweisung einer Geschossflächenzahl (GFZ/siehe Kasten). Der Bebauungsplan sah als Begrenzung lediglich die Wandhöhe vor. Der Gemeinderat unter Leitung der zweiten Bürgermeisterin Annemarie Bösl legte daraufhin eine GFZ von 0,21 fest.

Darüber hinaus wurden die Entwässerung und die Bepflanzung des Wendehammers moniert. Alle Anmerkungen nahm der Gemeinderat in seinem Beschluss erst einmal „zur Kenntnis“. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, das Verfahren fortzusetzen.

Noch nicht soweit wie die Pläne in Wessobrunn ist das Bauvorhaben „Westlich der Haider Straße“ am Ortseingang von Haid. Dort stand wie in Wolfhof der Satzungsentwurf auf der Tagesordnung. Über den debattierte das Gremium etwas länger. Streitpunkte waren unter anderem die Länge der erlaubten Vordächer, ob Balkone auf der Ostseite erlaubt sein sollen und wie viele Bauplätze es insgesamt werden.

Zu letzterem Punkt äußersten sich die Grundstücksbesitzer in der Fragestunde am Ende der Ratssitzung. Dabei machten sie unter anderem ihren Unmut über den Wegfall eines Bauplatzes im Süden, der im ersten Entwurf noch vorhanden war, deutlich. „Wir wollten dort ganz bewusst keine dichte Bebauung“, begründete Bösl die Entscheidung. „Ziel ist es, den Haider Charakter zu erhalten“, pflichtete ihr Gemeinderat Hans Eitzenberger bei.

Zu dem Zeitpunkt hatte das Ratsgremium den Beschluss zur öffentlichen Auslegung der Satzung bei einer Gegenstimme ohnehin bereits auf den Weg gebracht.

Roland Halmel

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