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Holzbalken stützen die Empore, wie Johannes Schelle (li.) und Georg Fetsch zeigen.
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Wird im kommenden Jahr saniert: die Pfarrkirche St. Leonhard in Forst. 

Pfarrkirche St. Leonhard muss saniert werden

„Wir haben ein Mords-Sicherheitsproblem“

Bei einer routinemäßigen Sicherheitsprüfung, die alle paar Jahre in allen Kirchen im gesamten Bistum gemacht wird, kam es ans Licht: Die Pfarrkirche St. Leonhard in Forst muss saniert werden.

Forst – „Es wurden statische Mängel am Dachstuhl und an den Emporen festgestellt“, sagt der Kirchenpfleger von St. Leonhard in Forst, Johannes Schelle. Einige Balken im Dachstuhl und die Aufleger, auf denen die doppelte Empore lastet und die in die Wand hineinragen, seien angefault, so Schelle: „Wir haben ein Mords-Sicherheitsproblem.“ Derzeit kann die Kirche, mit deren Bau im Jahr 1726 begonnen wurde, nur weiter benutzt werden, weil zusätzliche Holzbalken die Emporen abstützen, bis mit der Sanierung begonnen wird.

Der Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Peißenberg-Forst, Georg Fetsch, und Kirchenpfleger Schelle sind froh, dass dieses Sicherheitsproblem entdeckt wurde, bevor Schlimmeres passiert ist, aber damit steht auch fest, dass in nächster Zeit einiges an Arbeit und an Kosten auf die Pfarrgemeinde zukommt.

Eine erste Kostenschätzung eines Architekten geht von 300 000 Euro aus. Damit seien aber nur die reinen Baukosten umfasst, sagt Schelle, die Kosten für Planung und Gutachter kämen auf jeden Fall noch hinzu. Der Pfarrer und der Kirchenpfleger rechnen auch damit, dass sich noch weitere Probleme auftun könnten. Noch ist nicht alles untersucht. Das Ergebnis eines Schadstoffgutachtens steht noch aus, zudem wird noch geprüft, ob die Putzdecke den Sicherheitsanforderungen entspricht. Wenn die Decke, die ein Fresko von Matthäus Günther ziert, auch noch renoviert werden muss, steigen die Kosten erheblich.

Zu Beginn dieses Frühjahres sollen die Planungen abgeschlossen sein. Bis alle Aufträge dann vergeben sind, dauert es noch ein paar weitere Monate, sodass erst im kommenden Jahr mit den tatsächlichen Renovierungsarbeiten begonnen werden kann. „Im Jahr 2019 soll die Sanierung dann abgeschlossen sein“, sagt Schelle.

Die Diözese Augsburg übernimmt 60 Prozent der Sanierungskosten, die restlichen 40 Prozent bleiben nach jetzigem Stand der Pfarrei. Pfarrer und Kirchenpfleger rechnen damit, dass sie mindestens 100.000 Euro aufbringen müssen, und hoffen nun auf Unterstützung der Gemeindemitglieder. „Das ist eine Riesen-Sache für uns, wir sind auf Spenden angewiesen“, sagt Schelle. Es sind verschiedene Aktionen und Veranstaltungen geplant, bei denen Geld für die Kirchensanierung gesammelt wird.

Kathrin Hauser

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