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Informationen aus erster Hand erhielten die Besucher des Stammtisches der CSU Wessobrunn von Polizeichef Harald Bauer (links im Bild). 

Polizei Weilheim stellte ihre Arbeit vor

Sicherheitslage hat sich verändert

Wie die Polizei arbeitet,  erfuhren die rund 30 Interessierten, die zum CSU-Stammtisch nach Paterzell  gekommen waren. Polizeichef Harald Bauer gab Auskunft.

Paterzell –  Der Leiter der Polizeiinspektion Weilheim, Harald Bauer, hielt an diesem Abend einen Vortrag über die Arbeit der Polizei im Zuständigkeitsbereich der Inspektion, der bis Peißenberg, Raisting, Pähl, Wessobrunn und Eglfing reicht.

Die Zuhörer erfuhren, wie breit die Palette der Aufgaben ist, die ein Polizist zu meistern hat. Ob es jetzt um den Sorgerechtsstreit am Wochenende gehe oder um den Nachbarschaftsstreit, das gestohlene Radl oder den Fall für die Psychiatrie, all diese Dinge würden von den Polizeibeamten geregelt. „Wir haben es auch immer wieder mit belastenden Situationen zu tun“, schilderte Bauer, etwa, wenn Todesnachrichten überbracht werden müssten.

Auf Wessobrunn bezogen hatte Bauer aus polizeilicher Sicht nur Gutes zu erzählen: Im Jahr 2016 gab es dort ganze 14 Straftaten. Auch die Zahl der Wohnungseinbrüche sei in Dörfern oder kleineren Gemeinden immer geringer als in großen Städten: „Die Struktur in den Dörfern ist absolut hilfreich, weil man mehr aufeinander schaut“, sagte Bauer.

Dass sich aber generell die Sicherheitslage verändert habe, komme auch in den Dörfern an. Zum Beispiel würden inzwischen andere Maßstäbe angelegt bei Vereinsfesten und anderen großen Veranstaltungen. „Wir haben die Gesetze und müssen uns daran halten“, so Bauer.

Er bestätigte die Beobachtung eines Stammtischbesuchers, dass sich die Bevölkerung zunehmend unsicher fühlt. Die Polizei versuche, diesem Gefühl mit mehr Präsenz in den Straßen zu begegnen. „Wir versuchen, wieder mehr Fußstreife zu gehen.“

Bauer schilderte, dass sich die Zahl der Straftaten erhöht habe, seit es hier mehr Asylbewerber gibt, Opfer dieser Taten seien in aller Regel aber auch die Asylbewerber. „Lagerkoller und Alkohol sind die Hauptursachen.“ Überhaupt sei sehr häufig Alkohol im Spiel, wenn es zu Straftaten komme. „Alkohol ist ein Problem, weil er enthemmt und die Gewaltbereitschaft steigen lässt.“ Wenn es massive Auseinandersetzungen gebe, sei meist Alkohol im Spiel. „Wenn es keinen Alkohol gäbe, würde die Zahl der Straftaten sicher stark zurückgehen.“ Auch bei Verkehrsunfällen sei die Gefahr, schwer verletzt oder getötet zu werden erheblich höher, wenn Alkohol im Spiel sei.

Der Polizeichef bestätigte die Beobachtung eines Gastes, dass es wieder mehr Drogendelikte gibt. „Illegale Drogen sind wieder mehr zum Thema geworden.“ Das könne aber mit daran liegen, dass sie in Weilheim einen jungen Kollegen hätten, „der riecht das förmlich.“ Sein Näschen für Drogendelikte habe die Kollegen angesteckt.

Kathrin Hauser

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