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Zahlreiche Kaltblüter waren dabei, hier auf dem Weg zum Segen, den Pfarrer Georg Fetsch vom Pferd herab verteilte.

Seit 600 Jahren in Forst 

„Vergelt’s Gott nach oben“ bei Leonhardi-Ritt

Schnee Anfang November ist nichts ungewöhnliches. Beim Leonhardi-Ritt in Forst meinte es Petrus gestern aber gut mit den Reitern und den zahlreichen Besuchern. Beim traditionellen Umritt und der Pferdesegnung, die es in Forst seit über 600 Jahren gibt, herrschte zwar kühles, aber angenehmes Herbstwetter.

Forst – Kurz vor der Segnung blitzte sogar die Sonne durch die Wolken. „Ein großes vergelt’s Gott nach oben für das gute Wetter“, strahlte deshalb auch Andreas Reßler, der Chef des Forster Leonhardivereins, bei der Begrüßung auf dem Wirtsanger. Dort fand nach dem Festgottesdienst in der Kirche St. Leonhard die Segnung der Pferde und der Reiter statt. „Schön, dass so viele gekommen sind und keine Mühen gescheut haben“, sagte Pfarrer Georg Fetsch hoch zu Ross, bevor er den 96 Pferden den kirchlichen Segen erteilte.

Im Anschluss machten sich die Reiter, begleitet von der Forster Musikkapelle und dem Motivwagen mit dem Modell der St. Leonhardskirche sowie dem Landauer mit den Ehrengästen um Bürgermeister Helmut Dinter, Pater George, Sepp Holl vom Peißenberger und Georg Führer vom Hohenpeißenberger Leonhardiverein, auf den Umritt. Die zwei Vereine waren wie die Abordnungen aus Burggen, Fuchstal und Schongau mit zahlreichen Reitern und Fahnen vertreten. Dazu kamen viele einheimische Reiter und Teilnehmer aus den Nachbarorten auf Ponys oder den mächtigen Oberlandlern.

Gut gelaunt und winkend zogen die Pferdefreunde, die Jüngsten im Sattel waren gerade mal ein oder zwei Jahre alt, an den Zuschauern vorbei dreimal um die Kirche. „Fesch sind sie schon“, meinte eine Zuschauerin anerkennend zu den festlich geschmückten Pferden und den großenteils traditionell gekleideten Reitern.

Nach dem Festritt konnten sich die Teilnehmer im eigens geöffneten Gasthaus „Bayerischer Hiasl“ stärken. Dort klang der Festtag, der bereits um 5 Uhr von den Böllerschützen eingeschossen wurde, am Abend mit dem traditionellen Leonharditanz aus.

Roland Halmel

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