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Ein Trio des SV Wessobrunn betreibt das Stüberl – und darf das auch die nächsten Jahre tun.

Zwei Anträge im Gemeinderat

SV Wessobrunn bekommt nur Teil seiner Wünsche erfüllt

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Nein, bei der Tilgung des Kredits lässt die Gemeinde nicht mehr mit sich reden. Das Stüberl darf der SV Wessobrunn aber weiter betreiben.

Wessobrunn – Gleich mit zwei Themen rund um den SV Wessobrunn befasste sich der Gemeinderat. Auf der Tagesordnung stand neben der Verpachtung des Stüberls bei der Mehrzweckhalle an den SVW auch eine Änderung des Darlehensvertrags zwischen der Gemeinde und dem Sportverein, den Letzterer zur Finanzierung der Sanierung des zweiten Fußballplatzes abgeschlossen hatte.

Der Antrag von SVW-Chef Georg Guggemos zielte dabei auf die Tilgungsmodalitäten. Bisher sah der Vertrag mit der Gemeinde vor, dass der Sportverein die Fördermittel durch den Bayerischer Landes-Sportverband (BLSV), die immer erst mit zeitlicher Verzögerung eingehen, sofort nach Erhalt zur Tilgung des Darlehens einsetzen muss. Die rund 26 000 Euro, die als Förderung erwartet werden, möchte der Verein jetzt aber für die Rückzahlung eines anderen Darlehens von einer Privatperson verwenden. Dadurch müsste die Gemeinde deutlich länger auf ihr Geld warten, was bei einigen Räten auf Unverständnis stieß. „Wir sollten bei der ursprünglichen Regelung bleiben, schließlich wollen wir alle Vereine gleich behandeln“, sagte Annemarie Bösl. „Das Ganze hat den faden Beigeschmack einer Salamitaktik, nachdem wir uns ja auch schon bereit erklärten, die reguläre Tilgung von 4200 Euro zu halbieren“, zeigte sich auch Helmut Geisenberger nicht begeistert. Kritische Worte gab es auch vom Bürgermeister. „Die ehrenamtliche Beteiligung bei den Bauarbeiten war eher dürftig, da hätte man einiges Geld sparen können. Darüber hinaus gab es auch keine großen Aktivitäten, um danach etwas für die Finanzen zu tun“, sagte Rathauschef Helmut Dinter. Uli Klitzners Kompromissvorschlag, den BLSV-Förderzuschuss zwischen Gemeinde und privatem Darlehensgeber zu teilen, fand am Ende bei der Abstimmung keine Mehrheit. Nur fünf Räte stimmten für diesen Vorschlag. Somit bleibt der Rückzahlungspassus unverändert.

Beim zweiten Antrag des SVW, das Stüberl weiterhin zu pachten, zeigten sich die Räte kulanter, auch wenn sie den Wünschen des Sportvereins nicht ganz entsprachen. Der hätte das Stüberl, das von drei Sportlern betrieben wird, gerne mit der unveränderten Pacht von 1000 Euro auf unbefristete Zeit gemietet. Nach viel Lob für das Trio – „das Stüberl läuft richtig gut“, sagte Dinter – kam das Ratsgremium der Bitte aber nicht ganz nach. Das Stüberl wird für fünf Jahre an den SVW verpachtet unter der Maßgabe, dass mindestens zwei Sportler aus dem Trio dabeibleiben. Darüber hinaus wird die Pacht moderat angehoben, in den nächsten drei Jahren um 100 Euro und dann für zwei Jahre nochmal um 100 Euro. „Die Erhöhung können wir finanzieren“, sagte Guggemos in der anschließenden Bürgersprechzeit.

Das Darlehensthema trieb den SVW-Chef aber noch um. „Jetzt müssen wir erst mal schauen, ob wir uns die Sanierung der Stockbahnen leisten können“, sagte Guggemos mit Blick auf die nächste größere Investitionsmaßnahme. 

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