Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

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Flotte Sprüche waren von Rockstar Ryan Le Jones (Bernhard Orterer, links stehend) und Thomas (Josef Zemek) zu hören. Links beobachtet Bernhard (Sylvester Gerg), rechts dessen Tochter Kathi (Marion Kratzl) das Geschehen.

Theaterer Wessobrunn

Der coole Rockstar und die neugierige Schwiegermutter

Wessobrunn - Margit Zeh feierte ihren Einstand als Regisseurin.  Die Theaterer Wessobrunn begeisterte sogar die Autorin von „Hula Hula – Let’s rock“.

 Ein vermeintlicher cooler Rockstar, eine stets präsente, bestens informierte und um flotte Sprüche nicht verlegene Schwiegermutter im Haus, der brave Bernhard, der auf Drängen seiner Frau beim Pfarrfest mit den Damen des Frauenbundes als Haiwaitänzerin auftreten soll, seine energische Frau Renate, gepfefferte Dialoge und Lachsalven in Fülle: Die Theatergruppe Wessobrunn hat mit dem Lustspiel „Hula Hula – Let’s rock“ von Regina Harlander einen guten Griff getan. Für Margit Zeh war’s ein gelungener Einstand. Sie führte erstmals Regie.

Als der rote Vorhang, aufgehängt an der leicht durchgebogenen Stange, aufgeht, steht Bernhard (gespielt von Sylvester Gerg) auf dem Stuhl. Er kommt im weißen Unterhemd und im Baströckchen groß raus. Seine Frau Renate (Erika Möst) korrigiert noch den Rockbund. Dass seine resolute Gattin ihn als Ersatz für eine andere Frau, die sich den Fuß gebrochen hat, beim Auftritt des Frauenbundes haben möchte, bereitet ihm Bauchschmerzen. Er ahnt das Gespött seiner Spezln: „I mit dem Röckerl mitten unterm örtlichen Krampfadergeschwader!“

Für einen einzigen Abend wollen er und sein Freund, der Anderl (Roland Orterer), alte Zeiten aufleben lassen. Mit Eintrittskarten, die eigentlich Bernhards Tochter Kathi (Marion Kratzl) für sich und ihr Gspusi Thomas (Josef Zemek) erstanden hat, machen sich die zwei Mannsbilder auf zum Konzert der Rockband „Crazy Eagles“, die sie in ihrer Jugend bewunderten. Nach dem Konzert taucht der vermeintliche Rockstar Ryan Le Jones (mit amerikanischem Slang super dargestellt von Bernhard Orterer) im Haus von Bernhard und Renate auf. Da blüht auch die taffe Schwiegermutter Fanny (Anita Dosch in einer Paraderolle) so richtig auf. Dabei ist der Rockstar gar kein Unbekannter, wie sich am Schluss des Stücks beim Abziehen der Perücke zeigt – da entpuppt er sich als Sohn der Dorfbewohnerin Rosa (Margit Zeh).

Sechsmal spielen die Akteure der Theatergruppe Wessobrunn im Saal in der „Post“, der für 100 Leute ein heimeliges Ambiente bietet. Da passt auch die Wessobrunn-Haider Hausmusik mit Flöte, Geige, Zither und Gitarre gut hinein – sie ist mehr als ein Pausenfüller.

Drei Theaterabende waren schon, drei folgen noch. Pfarrer Joyice Thomas Lanithottam amüsierte sich bei seinem Besuch vor allem über lustig-deftige Bemerkungen über den Frauenbund. Und Autorin Harlander, eine junge Frau aus Niederbayern, war mit ihrem Mann zu Besuch. Sie äußerte sich auf ihrer Internetseite begeistert: „Eine äußerst unterhaltsame und flotte Inszenierung meines Lustspiels ,Hula Hula, let‘s rock!‘ Mit sehr viel schauspielerischem Talent, großem Humor und jeder Menge Liebe zum Detail wurde das Publikum bestens unterhalten!“ 

Weitere Aufführungen

Der Vorhang im Gasthof „Zur Post“ öffnet sich noch dreimal: am Freitag, 11. März, 20 Uhr, am Samstag, 12. März, 20 Uhr, sowie am Sonntag 13. März, 19 Uhr. Karten können bei Ingrid Dosch (Telefon 08809/496) bestellt werden.

Johannes Jais

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