Freuen sich über den Start des Breitbandausbaus: v. l. Thomas Meisl, Max Obholzer, Georg Guggemos, Andreas Unsinn, Dirk Pfeiffer und Tobias Steigenberger.
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Freuen sich über den Start des Breitbandausbaus: v. l. Thomas Meisl, Max Obholzer, Georg Guggemos, Andreas Unsinn, Dirk Pfeiffer und Tobias Steigenberger.

Was lange währt, wird superschnell

Breitbandausbau in Wessobrunn, Forst und Haid gestartet

  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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  • Kathrin Hauser
    Kathrin Hauser
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Lange Jahre mussten die Wessobrunner, Forster und Haider warten, doch nun ist es so weit: Der Breitbandausbau hat begonnen. Weil sich der Anschluss ans Glasfasernetz für einen Großteil des Gemeindegebiets aufwendig gestaltet, hatte es Verzögerungen gegeben.

Wessobrunn/Forst/Haid – Es ist endlich so weit: Seit Anfang September wird in Forst gebaggert und es werden Kabel verlegt. Die Internetverbindung soll dadurch besser und schneller gemacht werden. Im Wessobrunner Ortsteil erfolgte kürzlich der Startschuss für das Großprojekt Breitbandausbau. „Schön, dass es endlich los geht. Das ist für die Gemeinde enorm wichtig“, freute sich Wessobrunns Bürgermeister Georg Guggemos beim Spatenstich für das Projekt beim Feuerwehrhaus in Forst.

Zu dem offiziellen Termin waren auch Vertreter der Firma Nibler nach Forst gekommen. Die Firma hat den Bauauftrag die von der Deutschen Telekom erhalten. „Wir werden uns bemühen, die Behinderungen für die Anwohner während der Bauphase so gering wie möglich zu halten“, sagte Thomas Meisl von Nibler. Zunächst sollen die Kabelstränge mit den zunächst leeren Kunststoffhüllen für das Glasfaserkabel in 60 Zentimeter Tiefe verlegt werden. „Erst wenn der Hausbesitzer einen Anschluss möchte, wird dann das Kabel eingeblasen“, erklärte Meisl das Prozedere.

300 000 Euro müssen Gemeinden beisteuern

Die Kosten für den Breitbandausbau für Forst, Haid und Wessobrunn werden auf weit über vier Millionen Euro geschätzt. Diese Summe kann aber zum großen Teil über Fördermittel abgedeckt werden. Lediglich rund 300 000 Euro müssen von der Gemeinde selber übernommen werden.

Die Bürger erhalten für diesen Betrag einen Anschluss bis ins Haus, ohne dass weitere Zusatzkosten anfallen. Die Erdarbeiten für den Hausanschluss können mit der Baufirma geplant werden. Derzeit werden die Bürger im Gemeindegebiet persönlich kontaktiert, damit die nötigen Informationen ausgetauscht werden können.

Infos auf der Homepage und der Bürgerversammlung

Wie und was an welcher Stelle genau in Sachen „Breitbandausbau“ in Wessobrunn geplant ist, darüber werden die Wessobrunner jeweils aktuell auf der Homepage der Gemeinde und bei einer Bürgerversammlung am Dienstag 28. September, informiert, bei der es zudem um den Mobilfunkausbau gehen wird.

„Dort werden auch Telekom-Vertreter dabei sein“, erklärte Guggemos. „Wir sind auf alle Fälle zuversichtlich, dass alles gemäß des Zeitplans ablaufen wird“, meinte der Rathauschef. Wenn dem so ist, dann ist das Millionen-Projekt bis zum vertraglich vereinbarten Termin am 29. Oktober im nächsten Jahr abgeschlossen.

Eigenverantwortlich Galsfaserkabel verlegt

Die Forster dürften sich wohl schon früher über Hochgeschwindigkeits-Internet mit bis zu 1000 MBit pro Sekunde freuen. Die Vertreter der Firma Nibler meinen, dass es dort Ende des Jahres so weit sein müsste. Als einer der ersten soll die Firma „Schröder“ in Forst vom schnellen Internet profitieren. Der Ortskern von Wessobrunn bleibt von den anstehenden Arbeiten ausgenommen. Dort gibt es bereits schnelles Internet.

Im Dorf selber hat die Deutsche Telekom eigenverantwortlich für die Glasfaseranschlüsse gesorgt. Doch weil es in den Ortsteilen und im Außenbereich aufwendiger ist, alle Haushalte ans Glasfasernetz anzuschließen, hatte sich das Unternehmen dort nicht um den Ausbau des Glasfasernetzes bemüht.

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