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Konrad Hölzl in seinem Garten in Wessobrunn.

Was macht eigentlich ... Konrad Hölzl?

Der Forscherdrang treibt Konrad Hölzl weiter an

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Der Forscherdrang treibt Wessobrunns Altbürgermeister Konrad Hölzl weiter an, auch wenn er nicht mehr Vorsitzender des Vereins „Wessofontanum“ ist. In den vergangenen Jahren beschäftigte er sich unter anderem damit, wie sich die Zahl der Bauernhöfe im Ortsbereich verändert hat.

Wessobrunn – Bürgermeister von Wessobrunn ist Konrad Hölzl schon seit 21 Jahren nicht mehr. Den Vorsitz beim historischen Verein „Wessofontanum“ gab er im Vorjahr nach einer Amtszeit von stolzen 36 Jahren ab. Auch wenn der 76-Jährige, der bereits Uropa ist, jetzt nicht mehr so viel im Licht der Öffentlichkeit steht wie früher – er ist weiterhin sehr aktiv, wie sich im Gespräch mit der Heimatzeitung herausstellte.

Befasste schon immer mit der Ortsgeschichte von Wessobrunn: Konrad Hölzl (hier auf einem Foto von 2007).

„Ich interessiere mich natürlich immer noch für Geschichte“, sagt Hölzl, dem bei „Wessofontanum“ die Ehrenmitgliedschaft verliehen wurde. In den letzten Jahren forschte er dazu, inwieweit sich Wessobrunn, Forst und Haid „vom Bauerndorf zum Pendlerdorf“ verändert haben. Ein – beeindruckendes – Ergebnis: Von 60 Bauernhöfen nach dem Zweiten Weltkrieg in Wessobrunn sind gerade mal noch fünf übrig. In einem Artikel Hölzls, der in der Jahresschrift von „Wessofontanum“ erscheinen soll, geht es um ein ganz anderes Thema – um die Beschäftigten im Kloster Wessobrunn zur Zeit der Säkularisation und darum, was aus diesen Menschen wurde.

Früher fuhr Hölzl für seine Nachforschungen noch mit dem Zug nach München, um Archive zu besuchen. „Das ist mir inzwischen zu anstrengend“, sagt er. Er schöpfe aber noch aus Unterlagen, die er sich von dort mitgebracht hat. Und auch das Stadtarchiv in Weilheim sei eine gute Informationsquelle. Historisches Wissen vor dem Vergessen zu bewahren, das sei immer ein Ziel von ihm gewesen, sagt der Altbürgermeister, der 24 Jahre Rathauschef in Wessobrunn war. Solches Wissen gibt er auch bei Führungen im Prälatentrakt, in der Kirche und in der Kreuzbergkapelle in Wessobrunn weiter.

Seine Zeit nutzt Hölzl auch, um zu schreinern. Von diesem Hobby profitiert nicht nur seine Familie, zu der neben seinen drei Kindern sieben Enkelkinder und eine zweijährige Urenkelin gehören. Hölzl fertigt nämlich zum Beispiel auch Holzleuchter und -sterne an, die dann bei der „Dorfweihnacht“ in Wessobrunn verkauft werden. „Für mich ist das eine ruhige Sache“, sagt er über die Hobbyschreinerei. „Ich kann nicht den ganzen Tag am Schreibtisch und am Computer sitzen.“

Dies tut er auch nicht, wenn er in seinem großen Garten arbeitet, wo „von Kartoffeln bis zu Gurken“ vieles angebaut wird. Und als Leiter einer Wandergruppe, die sogar zur kalten Jahreszeit jeden Dienstag unterwegs ist, ist er ebenfalls lange im Freien.

Apropos Wandern: Bald ist Hölzl mit seiner Frau als Wanderer in Südtirol unterwegs. Dorthin zieht es ihn seit langem jedes Jahr. Kein Wunder, wenn man weiß, dass das Hotel bei Meran, in dem er nächtigt, „Wessobrunn“ heißt und – wie Hölzl schon früher einmal sagte – „interessante geschichtliche Beziehungen zu Wessobrunn hat“.

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