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Die VR-Bank in Wessobrunn.

Wessobrunn: Unterschriften für Bankfiliale

  • vonRoland Halmel
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Die geplanten Filialschließungen der VR-Bank Werdenfels schlagen hohe Wellen. Auch in Wessobrunn, das neben Pähl und Obersöchering betroffen ist. Die Bank war Thema im Gemeinderat.

Wessobrunn– Georg Guggemos, Wessobrunns Bürgermeister, wurde von den Plänen der VR-Bank Werdenfels, einen der ältesten Raiffeisen-Standorte dichtzumachen (wir berichteten), völlig überrascht.„Die Nachricht von der Schließung musste ich erst einmal sacken lassen“, sagte der Rathauschef in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Seine im Anschluss geführten Gespräche mit den Verantwortlichen der VR-Bank gaben auch zu wenig Hoffnung Anlass, dass es eine Kehrtwende geben könnte. „Wir brauchen jetzt wenigstens einen ordentlich Übergang“, erklärte Guggemos. Ein Geldautomat und ein Kontoauszugsdrucker werden auf alle Fälle im Klosterdorf bleiben. Diese Zusicherung bekam der Rathauschef. Einen Briefkasten für Überweisungen wird es aber wohl eher nicht geben. „Da gab es Probleme mit einer Klage“, berichtete Guggemos, der zudem hofft, dass eventuell Beratungstermine, gerade für die nicht so mobilen älteren Mitbürger, vor Ort nach Absprache möglich sind.

Für Letzteres machte sich vor allem die Seniorenbeauftragte stark. „Die Ansprechpartner bei der Bank bleiben und sie sollen auf Wunsch auch raus kommen“, hat Guggemos in Erfahrung gebracht. Damit wollten sich aber einige Gemeinderäte nicht zufrieden geben. „Wir müssen Druck machen, dass wenigstens einmal in der Woche die Ansprechpartner da sind“, stellte Franz Erhard klar. „In der VR-Bank in Forst funktioniert das mit ein paar Stunden pro Woche auch“, pflichtete ihm Richilde Kölbl bei.

„Als Genossenschaftsbank muss sie auch keinen großen Gewinn machen“, sah Franz die VR-Bank aufgrund ihrer Gesellschaftsform gegenüber ihren Kunden besonders in der Pflicht. Gleichzeitig kündigte er an, eine Unterschriftenliste in Umlauf zu bringen, um das Interesse der Wessobrunner an einer VR-Bankfiliale zu unterstreichen. „Wir sollten uns mit Händen und Füßen gegen eine Schließung wehren“, ergänzte Gerhard Schelle. „Die VR-Bank wird die Entscheidung nicht mehr zurücknehmen, deshalb sollten wir nach Lösungen suchen, vielleicht auch über die Nachbarschaftshilfe“, meinte Max Obholzer.

„Wäre es ein Signal, als Gemeinde bei der VR-Bank zu kündigen?“, fragte Andreas Reßler, was aber Guggemos als wenig sinnvoll erachtete. „Wir haben da Kredite am Laufen, da wird es schwierig“, urteilte der Bürgermeister. Er hatte zudem bei der Sparkasse vorgefühlt, ob das Geldinstitut die Lücke, die die Genossen hinterlassen, füllen könnte. „Die werden aber keine neue Filiale eröffnen“, bekam Guggemos postwendend eine Absage.

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