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Wessobrunner Bürgermeister Dinter kritisiertMobilfunk-Förderung

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Als einzige Gemeinde im Landkreis nimmt Wessobrunn am neuen Mobilfunkförderungsprogramm teil. Über den Inhalt des Förderprogramms ist Bürgermeister Helmut Dinter aber „ganz und gar nicht erfreut“. Und ihn ärgert es maßlos, dass die Telefonanbieter ihrer Pflicht, eine flächendeckende Telefonversorgung zu gewährleisten, nicht selber nachkommen.

Wessobrunn – Das Mobilfunknetz ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Waren es 1992 noch nicht einmal eine Million, gab es im vergangenen Jahr bereits rund 137 Millionen registrierte SIM-Karten in Deutschland. Dennoch ist in ländlichen Regionen ein stabiles Netz oft kein Standard. Die im Förderprogramm gebauten Mobilfunkeinrichtungen können von einem oder auch mehreren Netzbetreibern gemietet werden. Diese können dort LTE-Sendeanlagen installieren, die in der Umgebung für guten Empfang sorgen sollen.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sagte den vielen Funklöchern den Kampf an. Bei Gemeinden, die am Förderprogramm teilnehmen, sollen 80 Prozent der Kosten für die Errichtung von Mobilfunkeinrichtungen bezuschusst werden. In besonders schweren Fällen sind es bis zu 90 Prozent. 20 Millionen Euro stehen als Zuschusszahlungen jährlich zur Verfügung. Jede Gemeinde im Förderprogramm hat dabei Anspruch auf bis zu 500 000 Euro.

Für Wessobrunns Bürgermeister ist das nicht zufriedenstellend. „Das Programm übernimmt ja nur 80 Prozent. Den Rest müssen wir selber bezahlen“, moniert Dinter. Nur aus der Not heraus hätte die Gemeinde beschlossen, sich für das Programm zu bewerben.

„Wo man bisher mit Funklöchern leben musste, sorgen wir gemeinsam mit den Kommunen für Abhilfe“, gab Aiwanger als Ziel bekannt. Damit wolle man, so der Minister, für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern sorgen. Doch Dinter sagt: „Da werden viele Programme von Ministern gemacht, die von den ländlichen Gegebenheiten gar keine Ahnung haben.“ 

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