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Kennt sich mit Schützenketten aus: Martin Rohrmoser. 

Woher kommen die Wurst- und Brezenketten?

„Beim Schützenball wird alles verzehrt“

Neben dem Schützenkönig wird in den meisten Schützenvereinen auch ein zweiter und dritter Platz geehrt. Während der Beste eine Schützenkönigskette erhält, bekommt der Zweitplazierte eine Wurst-  und der Drittplazierte  eine Brezenkette. Wir fragten Martin Rohrmoser, seit über 25 Jahren Schützenmeister der Schützengesellschaft Haid-Wessobrunn, woher dieser Brauch kommt.

Wird in Ihrem Verein auch eine Wurst- und eine Brezenkette überreicht?

Ja, das ist bei uns auch der Fall. Es gibt das Königsschießen für Erwachsene und für Jugendliche. In beiden Fällen werden die drei Ketten vergeben.

Woher kommt denn der Brauch mit diesen Wurst- und Brezenketten?

So genau kann man das nicht sagen. Aber es hat vermutlich nach dem Krieg, so in den 1950er Jahren, angefangen, als die Schützengesellschaften wieder ins Leben gerufen wurden. Da dachte man für den Zweit- und Drittplatzierten an Sachgeschenke. Die Zeiten waren damals ja eher karg, und so kam man auf Wurst- und Brezenketten.

Wie sieht das heute aus? Werden diese Ketten gespendet?

Ja, bei uns spenden ein Metzger und ein Bäcker aus dem Ort die jeweiligen Ketten. Die Wurstkette besteht aus Regensburgern. Die Anzahl ist, glaube ich, 18 bis 20 Würste. Es gibt da wohl keine Norm. Und die Brezenkette ist eine Auffädelung aus einer großen Breze und mehreren kleinen.

Was geschieht dann mit diesen Ketten?

Der Brauch ist, dass man nach der Proklamation beim anschließenden Schützenball die Wurst und die Brezen unter den Schützen aufteilt und verzehrt.

Fragen: Regina Wahl-Geiger

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