Der Kindergarten Forst ist annähernd voll ausgelastet. Deshalb denkt der Wessobrunner Gemeinderat über einen möglichen Anbau nach.
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Der Kindergarten Forst ist annähernd voll ausgelastet. Deshalb denkt der Wessobrunner Gemeinderat über einen möglichen Anbau nach.

Im Gemeinderat kam das Thema zur Sprache

Wessobrunner Kitas haben Platzprobleme

Zwei Kindergärten betreibt die Gemeinde Wessobrunn in eigener Zuständigkeit. Beide Einrichtungen meldeten zuletzt Umbau- oder Erweiterungsbedarf an. Mit dem Thema beschäftigte sich nun der Gemeinderat in der jüngsten Sitzung.

Wessobrunn – „Der Kindergarten Forst ist seit einigen Jahren fast immer vollständig belegt“, berichtete Bürgermeister Georg Guggemos. „Derzeit sind wir dort mit 37 Kindern von 40 möglichen gut am Limit“, ergänzte Kämmerin Anett Bauer-Wunderlich, die das entsprechende Zahlenmaterial vorstellte. „Laut Fachaufsicht besteht Handlungsbedarf, weil nur ein Gruppenraum und ein Sanitärbereich vorhanden sind“, so Bauer-Wunderlich.

Bei einem Ortstermin wurde die Thematik auch angesprochen. „Mittelfristig sollte der Anbau eines Gruppenraums erfolgen“, erläuterte die Kämmerin. „Wir brauchen aber eher eine Krippengruppe, die es bisher noch nicht gibt, als eine reguläre Kindergartengruppe“, erklärte die Leiterin des Forster Kindergartens, Andrea Strauß, auf Nachfrage.

Gemeinderat Reßler: „Es ist auf alle Fälle Handlungsbedarf“

„Wir müssen was machen, nur, was genau, weiß ich noch nicht“, urteilte Gemeinderat Gerhard Schelle, der sich als Baufachmann über die Anbaumöglichkeiten Gedanken machen will. „Das ist alles sehr verwinkelt gebaut, da ist ein Anbau nicht leicht. Aber irgendeine Lösung werden wir finden“, ergänzte Schelle, der dem Gemeinderat eigentlich eine Skizze vorlegen wollte. „Ich hatte bisher noch nicht die Zeit dafür, weil bei mir beruflich so viel los ist“, gestand Schelle.

„Es ist auf alle Fälle Handlungsbedarf da“, betonte Leonhard Reßler die Notwendigkeit der Erweiterung. „Eventuell sollten wir die Planung in Auftrag geben, weil die Zeit läuft“, schlug Stefan Erhard die Vergabe des Entwurfs an einen externen Planer vor.

Nach kurzer Diskussion entschied der Gemeinderat aber, auf eine Vorplanung von Schelle zu warten. Gleichzeitig soll die Verwaltung weitere Zahlen eruieren, um den genauen Bedarf festlegen zu können.

Beengt geht es im Kindergarten Wessobrunn nur in der Krippe zu. Dort fehlen im September zwei Plätze und Anfang 2021 sogar vier. „Die Kindergartenleitung möchte deshalb die Krippengruppe in einen anderen, größeren, Raum im Erdgeschoss verlegen, nur entspricht das dortige WC nicht den Anforderungen“, berichtete Anett Bauer-Wunderlich. Aus diesem Grund soll ein Umbau des Sanitärbereichs erfolgen.

Von den Baureferenten wurde die Einrichtung besichtigt, um die Umbaumöglichkeiten zu prüfen. Zudem fand ein Gespräch zwischen Martin Krenner aus der Gemeindeverwaltung und Frau Schuhmann von der Kindergartenaufsicht des Landkreises Weilheim-Schongau statt. „Dabei wurde die Überbelegung angesprochen. Frau Schuhmann hat zugesichert, dass eine Lösung gefunden wird“, erklärte die Kämmerin.

Eine Lösung für die Platzprobleme in Forst brachte danach Leopold Hahn ins Spiel. „Wenn in Wessobrunn im Kindergarten Plätze frei sind, müssen wir dann in Forst anbauen? Die Kinder aus Paterzell können doch auch nach Wessobrunn gehen“, sagte Hahn, wobei die Idee nicht weiter diskutiert wurde.

Der Gemeinderat einigte sich darauf, nochmals mit Schuhmann wegen des Umbaus zu sprechen und diesen dann in Auftrag zu geben. Gleichzeitig bekam der Wessobrunner Kindergarten 5000 Euro für Kleinmaterial bewilligt.

Roland Halmel

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