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Herbst im August: Die Hitze machte den Pflanzen zu schaffen, Bäume verloren bereits im Sommer ihr Laub. 

Jahresrückblick der wetterwarte

Von 9 Grad minus bis 32 Grad plus

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Hohenpeißenberg - Neuer Temperaturrekord auf dem Hohen Peißenberg: 2015 war deutlich zu warm, zu sonnig und zu trocken.

Die Temperaturrekorde purzeln und purzeln. Der Dezember 2015 war der wärmste seit Beginn der Messungen auf dem Hohenpeißenberg. Und auch der Rest des Jahres war alles andere als gewöhnlich, wie der Rückblick der Wetterwarte für 2015 zeigt. Denn wie Wetterbeobachter Siegmar Lorenz in einer Pressemitteilung schreibt, verzeichneten die Experten auf dem Berg das bisher wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1781. Die Jahresmitteltemperatur betrug 8,9 Grad Celsius und lag damit 2,4 Grad über dem langjährigen Mittel. Damit wurden die bisher wärmsten Jahre (2011, 2014) um 0,4 Grad überboten.

Deutschlandweit war 2015 „,nur‘ das zweitwärmste Jahr“, schreibt Lorenz. Trotzdem hätten „die Schadensfälle durch Trockenheit, Tornados, Hitze, Hagel und Starkregen“ zugenommen. „Neue Temperaturrekorde, Extremwetter und die Zunahme der Dürreperioden sind Anzeichen des Klimawandels.“

Lorenz und seine Kollegen schauten auch, was außerhalb der Region passierte. Die Frostperioden „waren seltener“, und „im bayerischen Kitzingen wurde ein neuer deutscher Wärmerekord mit 40,3 Grad Celsius aufgestellt“. Zudem seien im Frühjahr und Sommer gehäuft Tornados aufgetreten, und die Mitte Deutschlands, besonders Nordbayern, wurde von einer monatelangen Dürreperiode heimgesucht, „bei der die Böden so trocken wie seit 50 Jahren nicht mehr waren“.

Auf dem Hohen Peißenberg waren 2015 neun Monate zu warm und drei zu kalt. Schnee, der im Dezember von vielen vermisst wurde, hatte es dafür Anfang 2015 gegeben: Von Januar bis Mitte März lag fast durchgehend eine Schneedecke. Nach weißen Ostern waren die drei Frühjahrsmonate dann aber „alle zu warm“, so Lorenz. „Wir erlebten den zweitwärmsten Sommer seit Beginn unserer Messreihe 1781, auch den fünfttrockensten seit Bestehen der Niederschlagsmessreihe 1879.“ Die Herbstmonate September und Oktober waren etwas zu kühl. November und Dezember fielen deutlich zu warm aus. Von der Sonne wurde die Region laut Lorenz „reichlich verwöhnt“.  

Auf einen Blick:

Höchsttemperatur: 32,0 Grad (7. Juli)

Tiefsttemperatur: -9,1 Grad (6. Februar)

Jahresmitteltemperatur: 8,9 Grad

Maximale Schneedecke: 55 Zentimeter (3. Februar)

Gesamtniederschlag: 1025 Liter pro Quadratmeter (85 Prozent der langjährig beobachteten Summe)

Sonnenstunden: 2046 Stunden (113 Prozent)

Schneetage: 93 Sommertage (Maxima über 25 Grad Celsius): 40 

Frosttage: 87

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