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Eine fast unheimliche Stimmung lag am 11. März über dem Hohen Peißenberg: An diesem Tag wurde mit 15,1 Grad auch die Monatshöchsttemperatur erreicht. 

Wetterrückblick des Observatoriums Hohenpeißenberg für März

Frühlingsanfang so kalt wie lange nicht

Der 1. März, der meteorologische Frühlingsanfang, war heuer so kalt wie seit langem nicht. Das und noch viel mehr geht aus dem Wetterrückblick des Observatoriums auf dem Hohen Peißenberg für den vergangenen Monat hervor.

Hohenpeißenberg Der März fiel auf dem Hohen Peißenberg mit einer Mitteltemperatur von 1,4 Grad Celsius um 0,2 Grad zu kalt aus. Und er war um 1,3 Grad kälter als der zu milde Januar. Laut Statistik des meteorologischen Observatoriums war der 1. März als meteorologischer Frühlingsanfang der kälteste Tag des Monats. Das Tagesmittel betrug -12,1 Grad Celsius. Ein so niedriges Tagesmittel an einem 1. März war zuletzt 1929 errechnet worden. Insgesamt war 2018 der viertkälteste Frühlingsanfang seit 1781, seit dem Beginn der langjährigen Temperaturmessreihe auf dem Berg. Das Tagesminimum des Monats wurde am 1. März mit -14,7 Grad Celsius erreicht.

Ab 3. März gab es einen Wetterwechsel, eingeleitet mit milderer Atlantikluft. Eine Südwestströmung ließ das Quecksilber am 11. März auf 15,1 Grad ansteigen, was die höchste Temperatur des Monats war. Allerdings verhinderten viele Wolken und die fast täglichen leichten Niederschläge den gesamten Monat über den Eindruck von Frühlingswetter. Im Gegenteil: Der Winter lag auf der Lauer. Das Skandinavienhoch war wieder da. Eine erneut östliche Luftströmung drückte die Temperaturen vom 18. bis 21. März unter den Nullpunkt, auch eine Schneedecke konnte sich erneut bilden.

Ab dem 23. März stiegen auf dem Berg die Tagestemperaturen wieder über den Nullpunkt, am 25. und 30. sogar mal knapp über 10 Grad. Fast tägliche, jedoch leichte Niederschläge fielen zumeist als Schnee. Das Osterfest war kühl und feucht, „weiße Ostern“ waren jedoch den Höhenlagen über 1200 Meter und dem Norden Deutschlands vorbehalten. Insgesamt war es auf dem Hohen Peißenberg ein sehr wechselhafter Monat.

An sechs Tagen blieb das Temperaturmaximum unter 0 Grad (Eistage), und Frost trat an 15 Tagen auf. Mit einer Monatsniederschlagssumme von 33 Litern pro Quadratmetern fiel nur etwa die Hälfte der langjährig zu erwartenden Niederschläge. Es blieb jedoch lediglich sieben Tage völlig trocken.

Die Sonne schien am Hohen Peißenberg nur 107 Stunden – das entspricht 78 Prozent des langjährigen Durchschnitts. Damit war der März der fünfte zu trübe Monat in Folge. Eine Schneedecke lag im März an 15 Tagen mit dem Maximum von 12 Zentimetern Höhe am Monatsersten.

Sigmar Lorenz

Wetterbeobachter, Observatorium auf dem Hohen Peißenberg

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