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Seit 70 Jahren im Mesneramt ist Josef Schmid (Mitte), der viel Zeit und Engagement in seine Aufgaben investierte. Das Bild zeigt ihn mit (v.l.) Ministrantin Alexandra Höldrich, Kirchenpfleger Hans Schwaiger, Pfarrer Martin Bestele und Ministrantin Karoline Lang. 

Sein Ehrenamt ist für den Wielenbacher eine Herzensangelegenheit

„Seppi, du musst Mesner machen!“: So kam Josef Schmid vor 70 Jahren zu seinem Amt

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Josef Schmid aus Wielenbach war gerade mal 14 Jahre alt, als er das Amt des Mesners der Kirche  St. Peter übernahm. Jetzt ist er seit 70 Jahre im Dienst. 

Wielenbach – Josef Schmid aus Wielenbach war erst 14 Jahre alt, als der damalige Pfarrer Alois Fülle laut einer Pressemitteilung zu ihm sagte: „Seppi, du musst Mesner machen!“ In einer Zeit, in der Pfarrer genauso wie Lehrer Respektspersonen waren, deren Worte viel Gewicht hatten, kam Schmid dieser Aufforderung nach. Am 1. Januar 1950 wurde er offiziell zum Mesner der Kirche St. Peter in Wielenbach ernannt – und konnte somit jetzt sein 70-jähriges Dienstjubiläum feiern. Bei einem Gottesdienst bedankte sich die Pfarrgemeinde für Schmids langjähriges Engagement.

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Eine ganze Reihe von wichtigen Projekten, die die Kirche St. Peter betrafen, fielen in die lange Amtszeit des Mesners: der Teilabriss des alten Gotteshauses mit Neubaumaßnahme genauso wie die Verlegung des Friedhofs an den Ortsrand, die Anschaffung neuer Glocken, die Sanierung des Gotteshauses und die Neugestaltung des Kirchenumfelds. Dass er sieben Jahrzehnte Mesner sein würde, hat der Wielenbacher anfangs nicht gedacht, wie aus der Mitteilung der Pfarrei St. Peter hervorgeht.

Die Familie unterstützte Josef Schmid bei seinem Ehrenamt als Mesner in Wielenbach

Schon als Jugendlicher habe Schmid die alleinige Verantwortung für das Ehrenamt getragen, bei dem er von seiner Mutter unterstützt wurde. Sein Interesse an der Aufgabe sei gewachsen und damit seine Verbundenheit zur Kirche. „Mit Leidenschaft und unermüdlichem Einsatz kümmerte sich der Wielenbacher um sämtliche Angelegenheiten rund um die Kirche“, wird Schmids Einsatz durch die Pfarrei gewürdigt. „Zugleich sorgte er mit viel Hingabe für den reibungslosen Ablauf sämtlicher Gottesdienste.“

Im weiteren Verlauf seines Lebens bekam Schmid dann bei seinen Aufgaben als Mesner Unterstützung von seiner Ehefrau sowie von seinen zwei Söhnen. „Trotz seiner Vollzeitbeschäftigung als Maurer fehlte er bei keiner der unzähligen Messen“, so die Pfarrei in ihrem Rückblick.

Das Amt des Mesners sei für Schmid, wie es in der Pressemitteilung heißt, „keine Nebenbeschäftigung, sondern eine Herzensangelegenheit mit hohem Stellenwert“. Aus gesundheitlichen Gründen bekommt Schmid seit einigen Jahren bei seinen Aufgaben Unterstützung von Norbert Wagner. Und dieser teilt mit ihm laut Pfarrei die Begeisterung für den Mesnerdienst.   

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