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Gemeinderat Wielenbach traf Entscheidung

Breitband ja, aber für wen?

Der Gemeinderat  Wielenbach diskutierte über  Breitbandanschlüsse  für einzelne Höfe.  Letztendlich stimmten die meisten Räte  dafür. 

Wielenbach Was ist der Sinn der Förderung des Breitbandausbaus? Soll jedes Dorf den schnellen Internet-Zugang bekommen – oder auch der abgelegenste Einödhof, und dies selbst dann, wenn dessen Eigentümer gar keinen Wert darauf legt? Dies war die Kernfrage, um die sich die Diskussion in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Wielenbach drehte, als die Breitbanderschließung des Außenbereichs behandelt wurde.

Grundsätzlich sprachen sich die Räte dafür aus, den schnellen Internetzugang als Teil der heute erforderlichen Infrastruktur zu sehen, die zur Lebensqualität beitrage. Auch sichere der Breitbandanschluss Arbeitsplätze auf dem Land, was selbst kleine Dörfer wie Bauerbach für Unternehmen attraktiv mache. Auseinander gingen die Meinungen allerdings, als es um die Kosten für den Ausbau ging. Acht Einzelhöfe und Weiler standen zur Diskussion, für die der Breitbandanschluss – ohne den ebenfalls erforderlichen Hausanschluss – insgesamt zwischen 32 500 Euro und 158.000 Euro kosten würde. Die Gegner eines Komplettausbaus schlugen vor, nur diejenigen Häuser anzuschließen, deren Eigentümer auf die Umfrage der Gemeinde geantwortet haben, dass sie den schnellen Internetzugang auch wollen. Wer keinen Bedarf angemeldet oder gar nicht geantwortet habe, solle auch keinen Anschluss bekommen.

Matthias Heinrich meinte, eine „Zwangsbeglückung“ der Betroffenen sei nicht sinnvoll, schon gar nicht zu den voraussichtlichen Kosten. Auch Harald Mansi und Dr. Andreas Karrer sprachen sich für die Berücksichtigung des tatsächlichen Bedarfs aus. Das Argument der Befürworter eines flächendeckenden Breitbandausbaus, nur jetzt gäbe es 80 Prozent Zuschuss vom Staat, überzeugte Heinrich nicht. Laut seiner Darstellung kommt das Geld nicht vom Staat, sondern von den Steuerzahlern, und es sei Aufgabe des Gemeinderats, auf eine sinnvolle Verwendung des Geldes der Bürger zu achten.

Die Entscheidung fiel knapp aus. Zehn Räte sprachen sich für den vollständigen Ausbau aus, sechs dagegen. Beschlossen wurde auch eine Deckelung der Kosten auf 710.000 Euro, wobei der Gemeindeanteil maximal 142 000 Euro betragen soll und die anderen maximal 568 000 Euro vom Steuerzahler über den Staatshaushalt übernommen werden sollen.

Alfred Schubert

Rubriklistenbild: © DPA

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