Das Grundstück an der Weilheimer Straße in Wielenbach hat die Gemeinde der Genossenschaft zur Verfügung gestellt.
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Das Grundstück an der Weilheimer Straße in Wielenbach hat die Gemeinde der Genossenschaft zur Verfügung gestellt.

Kostengünstige Wohnungen für Wielenbach

Genossenschaftsmodell nimmt Gestalt an

Dass kostengünstige Wohnungen für die Wielenbacher Bevölkerung gebaut werden sollen, hat der Gemeinderat bereits im Vorjahr beschlossen. Jetzt nimmt die geplante Wohnanlage konkrete Gestalt an.

Wielenbach – Mit einem dreidimensionalen Modell und vielen Bildern hat der beauftragte Architekt und Stadtplaner Frank Dressler vom Münchner Büro „Dressler Mayerhofer Rössler Architekten“ dem Gemeinderat seine Planung vorgestellt. Diese sieht für das rund 2500 Quadratmeter große Grundstück, das an der Südostecke des neuen Baugebiets an der Weilheimer Straße liegt, zwei gleich große dreigeschoßige Häuser vor. Diese stehen in Nord-Süd-Richtung und damit parallel zur Weilheimer Straße und zu dem westlich davon geplanten Reihenhaus. Zwischen den Häusern ist ein Gemeinschaftsbereich vorgesehen, darunter eine Tiefgarage für 26 Autos.

An der Nordseite sind weitere acht Stellplätze geplant. In der Wohnanlage, die eine Geschoßfläche von 1900 Quadratmetern hat, sind 26 Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern vorgesehen, die über offene Laubengänge erreichbar sind. Alle Wohnungen haben Terrassen oder Balkone. Der aufgrund der geringen Dachneigung niedrige Dachraum kann nicht ausgebaut werden.

Gemeinderat zieht Holzbau vor

Über die Bauausführung ist noch nicht entschieden worden. Laut Dressler ist unter anderem eine hybride Bauweise denkbar, bei der die tragenden Teile aus Beton und die Außenwände aus Holz sind. Der Gemeinderat zieht aus ökologischen Gründen den Holzbau vor, wobei eine vollflächige Holzfassade abgelehnt wurde. Eine teilweise verputzte Fassade gefällt den Räten besser. Aus dem Gemeinderat kam auch die Kritik, dass 34 Stellplätze für 26 Wohnungen nicht ausreichen. Dressler hält diese Anzahl für ausreichend, da es sich um ein Genossenschaftsmodell der „MARO eG“ handelt, und die Erfahrung zeige, dass Bewohner von Genossenschaftswohnungen eher weniger Autos haben. Dr. Andreas Karrer merkte an, dass dafür aber „unbedingt 40 bis 60 Fahrradstellplätze“ eingeplant werden sollten. Kritik gab es auch an der Wandhöhe von neun Metern. Diese erscheint einigen Räten zu hoch. Dressler zeigte anhand von Bildern von Bauernhöfen, dass diese Wandhöhe durchaus zu Wielenbach passt.

Nachdem der Rat bereits im Februar dem Entwurf mit zwölf gegen vier Stimmen zugestimmt hatte, wurde dieser nach Einarbeitung der gewünschten Änderungen im April mehrheitlich gebilligt. Nur drei Räte sprachen sich dagegen aus. Jetzt wird der Planentwurf zur Beteiligung der Öffentlichkeit ausgelegt.

VON ALFRED SCHUBERT

MARO baut Wohnungen für Wielenbacher

Für den Wohnungsbau an der Weilheimer Straße hat die Gemeinde am 25. März einen Vertrag mit der „MARO eG“ geschlossen. Die Genossenschaft erhält von der Gemeinde das rund 2500 Quadratmeter große Grundstück im Erbbaurecht für 99 Jahre und verpflichtet sich im Gegenzug, dort mindestens 20 Wohnungen zu bauen, darunter mindestens zehn geförderte Wohnungen. Das Projekt wird im Genossenschaftsmodell umgesetzt, die Wohnungen bleiben also im Eigentum der Genossenschaft, die ihren Mitgliedern gehört. Die Genossen bekommen die Wohnungen, die bevorzugt an Ortsansässige vergeben werden, gegen ein Nutzungsentgelt zur Verfügung gestellt. Initiator des Projekts ist Bürgermeister Harald Mansi, der damit preisgünstigen Wohnraum für Einheimische schaffen will. Wer an einer Wohnung interessiert ist kann sich schon in der Planungsphase einbringen. Ansprechpartner ist Silke Beck, die bei der „MARO eG“ für die Mieter- und Interessentenbetreuung zuständig ist. Sie ist telefonisch unter 08035/50695-14 und per eMail unter s.beck@maro-genossenschaft.de zu erreichen. st

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