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Hat ausgeleuchtet: Der Turm des Geothermieprojekts in der Lichtenau auf Wielenbacher Flur. 

Projekt in der Lichtenau

Geothermie: endgültiges Aus

Laut einer Pressemitteilung des finnischen Unternehmens „Taaleri“, hat das Unternehmen seine Investition in das Geothermieprojekt in der Lichtenau in Höhe von 2,5 Millionen Euro abgeschrieben.

Wielenbach– In der Mitteilung, die in „Globe Newswire“ veröffentlicht wurde, heißt es weiter, dass der Mehrheitseigentümer „Taaleri Investments“ diese Entscheidung getroffen habe, nachdem die Tests der ersten Bohrung nicht erfolgreich waren. Diese hätte gezeigt, dass ein wirtschaftlicher Betrieb der Anlage nicht möglich ist. Die Abschreibung würde im Halbjahresergebnis des Unternehmens erscheinen, dessen langfristige finanziellen Ziele aber nicht gefährden. Der finnische Investor hatte erst am 12. März des Jahres den italienischen Energiekonzern „Enel“ abgelöst, indem er 86,42 Prozent der Anteile und der Stimmrechte an der „Erdwärme Oberland GmbH“ übernommen hatte. „Enel“ war nach der Niederbringung der ersten Förderbohrung ausgestiegen, weil diese nicht die erwartete Menge an heißem Wasser lieferte. Der Geschäftszweck von „Taaleri Investments“ ist laut der Pressemitteilung die Investition in geothermische Kraftwerke und Fernwärmeanlagen in Bayern. Die „Erdwärme Oberland GmbH“ ist für die Umsetzung eines dieser Projekte zuständig. Deren Geschäftsführer, Dr. Markus Wiendick, sagte, es ist „nicht davon auszugehen, dass das Projekt fortgesetzt wird“.

In der Mitteilung wird auch erwähnt, dass ursprünglich das Geothermieprojekt in Icking genannt wurde. Dies sei eine Verwechslung gewesen. Der Ausstieg beziehe sich auf die Anlage in Weilheim (Anm. d. Red.: gemeint ist Wielenbach). Laut Bürgermeister Korbinian Steigenberger ist die Gemeinde Wielenbach, auf deren Flur sich der oberirdische Teil der Anlage befindet, noch nicht über die Entwicklung und die Zukunft des Bohrplatzes informiert worden.

Alfred Schubert

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