+
Stein des Anstoßes: die Haunshofener Friedhofsmauer. 

Mauer an Friedhof sorgt für Ärger

Forderung in der Haunshofener Bürgerversammlung: Die Mauer muss weg!

Eine Sache beherrschte die Bürgerversammlung in Haunshofen: eine Mauer, die weg muss. Sie versperrt die freie Sicht auf eine andere Straße. 

Haunshofen – Zu den großen Vorhaben der Gemeinde Haunshofen gehört der Ausbau der Ortsdurchfahrt (wir berichteten). Wie Bürgermeister Korbinian Steigenberger in der Bürgerversammlung am Dienstag vor rund 60 Besuchern im „Dorfwirt“ berichtete, soll die Kreisstraße nach dem Ausbau durchgehend eine Breite von 5,50 Metern haben. Auf der Ostseite ist ein 1,50 Meter breiter Gehweg geplant, auf der Westseite einer mit einer Breite von einem Meter.

Ein Problem bereitet dabei die Friedhofsmauer. Sie geht beim Ausbau der Straße im Weg um. Die Mauer muss weg, das steht fest. Der Abbruch der rund 30 Meter langen Mauer wird laut Planer Stefan Goller cira 13 000 Euro kosten. Da das Friedhofsgelände höher als der Gehsteig liegt, muss eine neue Mauer näher an der Kirche gebaut werden. Sie soll je nach Ausführung – verputztes Mauerwerk, Beton und Naturstein mit oder ohne Zaun darauf stehen zur Auswahl – zwischen 30 000 Euro und 80 000 Euro kosten. Hinzu kommen laut Goller die Kosten, die durch die Sicherung von Bodendenkmalen, Denkmalschutz-Auflagen und Untersuchungen zur Statik der unmittelbar daneben stehenden Kirche entstehen.

Darum ging es den meisten Besuchern bei der Diskussion

Den meisten Besuchern, die sich in einer ausführlichen Diskussion zu Wort meldeten, ging es weniger um die Mauer als um den Blick nach links aus der Thalfeldstraße. Wenn schon gebaut wird, dann sollte ein Problem beseitigt werden, das die Autofahrer haben, die von dieser Straße in die Hauptstraße einfahren wollen. Aufgrund der hohen Mauer, die direkt an der Straße steht, sehen sie den von links kommenden, vorfahrtberechtigten Verkehr auf der Hauptstraße nicht. Das Problem könnte gelöst werden, indem man die Mauer ab der Kirche nach Südosten von der Hauptstraße weg verlaufen lässt und den Friedhofseingang etwas nach Osten verlegt, so die Vorschläge.

Als Alternative wurde angeregt, eine niedrige Mauer zu bauen, über die die Autofahrer auf die Hauptstraße sehen können. Da aus Gründen der Absturzsicherung eine Brüstungshöhe von 90 Zentimetern erforderlich ist, müsste auf der Mauer ein Zaun gebaut werden. Dies sehen zwei der drei Varianten vor, die Goller vorstellte. Dieser müsse so gestaltet sein, dass die Autofahrer durch den Zaun auf die Hauptstraße sehen können. Bei der Verwendung dünner Metallstäbe wäre dies der Fall.

Auch geplante Pflasterung des Gehwegs ist für einen Besucher Problem

Ein weiteres Problem sah ein Besucher der Bürgerversammlung in der geplanten Pflasterung des Gehwegs. Durch das Pflaster würde Regenwasser versickern, wodurch die unmittelbar daneben stehenden Gebäude geschädigt werden könnten. Laut Steigenberger soll das Eindringen von Wasser in die Gebäude durch den Einbau einer Sperrschicht verhindert werden. Goller sagte zu, die Anregungen der Bürger bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen.

Alfred Schubert

Lesen Sie auch: Hochwasser in Weilheim: Lage entspannt sich -Pegel sinken.

Das könnte Sie auch interessieren: Besondere Konzerte in Eglfing: „Tauting leuchtet“, Besucher strahlen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Schock auf dem Nachhauseweg: Schüler folgen Blutspur - das rettet einem Mann das Leben
Auf dem Rückweg vom Sportunterricht stoßen drei Jugendliche in Penzberg auf eine Blutspur. Sie folgen ihr und finden einen schwer verletzten Mann im Wald. Ohne ihre …
Schock auf dem Nachhauseweg: Schüler folgen Blutspur - das rettet einem Mann das Leben
Die vier Birken beim Ex-Metropol sind weg - Bund Naturschutz spricht von Hauruckverfahren
Die Bäume vor dem früheren Metropolkino in Penzberg sind wegen des bevorstehenden Umbaus gefällt worden - beim Bund Naturschutz ist man verärgert.
Die vier Birken beim Ex-Metropol sind weg - Bund Naturschutz spricht von Hauruckverfahren
In Wessobrunn tritt Guggemos  gegen Dinter an
Bürgermeister Helmut Dinter bekommt Konkurrenz. Die neue Liste „Gemeinsam Gestalten“ wählte nicht ganz unerwartet Georg Guggemos zu ihrem Kandidaten für den Chefposten …
In Wessobrunn tritt Guggemos  gegen Dinter an
Alkoholisierter Penzberger baut Unfall an Autobahn-Ausfahrt
Gegen Leitplanken einer Autobahn-Ausfahrt  ist ein 44-jähriger Penzberger am Donnerstag gekracht. Er stand unter Alkoholeinfluss. Die Polizei hat einen weiteren …
Alkoholisierter Penzberger baut Unfall an Autobahn-Ausfahrt

Kommentare