Durchatmen und geduldig sein: Die Operation „EM“ beginnt für Maximilian Ulbrich erst Mitte März mit der ersten von zwei Vorausscheidungen.
+
Durchatmen und geduldig sein: Die Operation „EM“ beginnt für Maximilian Ulbrich erst Mitte März mit der ersten von zwei Vorausscheidungen.

Schießen: Luftgewehrschütze aus Wilzhofen hat Europameisterschaft im Blick

Modus für EM-Qualifikation: Maximilian Ulbrich ist verwundert

  • vonChristian Heinrich
    schließen

Maximilian Ulbrich will dieses Jahr unbedingt an der Junioren-EM teilnehmen. Bis dorthin ist es für den Wilzhofener Luftgewehrschützen aber noch ein weiter Weg.

Wilzhofen – Seine Leistungen im Training stärkten die Zuversicht bei Maximilian Ulbrich. Zwischen 625 und 628 Ringe ruft der Sportschütze aus Wilzhofen regelmäßig bei seinen Übungseinheiten mit dem Luftgewehr ab. „Das ist kein schlechter Anfang“ – der Angehörige des deutschen Nationalkaders ist mit seinen Leistungen in den ersten Wochen des Jahres zufrieden. Mit solchen Ergebnissen hätte er sich auch für die Qualifikation zur Europameisterschaft in Stellung gebracht.

Schießen: Maximilian Ulbrich muss zwei Vorausscheidungen und die Qualifikation überstehen

Doch dann wurden erst die Titelkämpfe vom 26. Februar bis 6. März im finnischen Lohja wegen der Pandemie abgesagt und dann auch die Ausscheidung. Einer der Verantwortlichen des Deutschen Schützenbundes war positiv auf Corona getestet worden. Weil er Kontakt zu zahlreichen Trainern hatte, mussten diese in Quarantäne. Für die Qualifikation am dritten Januar-Wochenende wären schließlich zu wenige Betreuer für die nationalen Top-Schützen greifbar gewesen. Inzwischen gibt es einen neuen Termin für die EM; Ende April, Anfang Mai treffen sich in Osieck die Spezialisten der Druckluftwaffen sowie die Könner mit dem Kleinkaliber, um die Gewinner der Medaillen zu ermitteln.

Ich weiß nicht, warum man zwei Vorausscheidungen macht.

Maximilian Ulbrich

Für die deutschen Kandidaten ist der Weg dorthin von einigen Hürden gesäumt. Mitte März findet die erste Vorausscheidung statt, Ende April die zweite. Und dann steht für die Besten noch eine Qualifikation an. „Ich weiß nicht, warum man zwei Vorausscheidungen macht“, wundert sich Ulbrich über das Prozedere. Da bei den Junioren nur Schützen unter 21 Jahren teilnehmen dürfen, gibt es nicht mehr als ein Dutzend Kandidaten für die drei Tickets. Dass die jeweiligen nationalen Verbände sogar sechs Kandidaten nominieren dürfen, wie momentan diskutiert wird, mag der 20-Jährige nicht glauben.

Schießen: Maximilian Ulbrich muss eine Handoperation verschieben

Die zwei Vorausscheidungen durchkreuzen Ulbrichs Planungen für das Frühjahr. Zum einen hätte er in dieser Zeit gerne eine Operation an seinem rechten Handrücken vornehmen lassen, die nun auf unbestimmte Zeit verschoben werden muss. Zum anderen hat das Mitglied im Sportförderkader der Polizei in dieser Zeit auch beruflich einen anderen Schwerpunkt gesetzt. Eigentlich wäre ein vierwöchiges Praktikum angestanden. Ulbrich hofft darauf, dass sein Arbeitgeber so konziliant ist und die Maßnahme verkürzt.

Ganz und gar aussteigen wird er in dieser Zeit aus dem Trainingsbetrieb ohnehin nicht. Ulbrich will seine gute Form konservieren. Eine Herausforderung hat er dabei zu bestehen. In diesen Tagen erhält er einen neuen Aluminiumschaft für sein Luftgewehr, der den bisherigen Holzschaft ersetzen soll. Bis zur ersten Vorausscheidung will er sich an die Veränderung an seiner Waffe gewöhnt haben.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare