Zwei Herren vor einem Neubaugebiet
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Die Krottenkopfstraße dient im Neubaugebiet als Haupterschließungsstraße. Auf dem Grundstück an der Hörnlestraße, das hinter Bürgermeister Harald Mansi (links) und Bauamtsleiter David Vogl zu sehen ist, sollen die Reihenhäuser in Bauherrengemeinschaft entstehen.

Neues Baugebiet in Wielenbach

Per Bauherrengemeinschaft zum Eigenheim

Die Gemeinde Wielenbach hat an der Weilheimer Straße ein Baugebiet erschlossen. Neben Einfamilien- und Doppelhäusern sind dort auch genossenschaftlicher Geschoßwohnungsbau und ein Reihenhaus für eine Bauherrengemeinschaft vorgesehen, um Fläche zu sparen.

Wielenbach – Der größte Teil des rund 1,8 Hektar großen Baugebiets ist für 24 Einfamilien- und Doppelhäuser mit einer Grundstücksfläche von 350 bis 650 Quadratmetern vorgesehen, von denen ein Teil wie in bisherigen Baugebieten im so genannten Einheimischenmodell vergeben wird.

Neu ist, dass auf einer 2500 Quadratmeter großen Fläche der erste genossenschaftlich organisierte Geschoßwohnungsbau in der Gemeinde verwirklicht werden soll. Eine weitere für Wielenbach neue Bauform soll auf einem benachbarten Grundstück an der Hörnlestraße umgesetzt werden. Die 1330 Quadratmeter große Fläche ist in sechs jeweils rund 220 Quadratmeter große Parzellen unterteilt, für die eine Bauherrengemeinschaft gesucht wird, die dort ein sechsspänniges Reihenhaus errichtet. Mit dieser Bauweise will die Gemeinde Fläche sparen.

Auf den insgesamt rund 3800 Quadratmetern für die beiden für Wielenbach neuen Projekte können so bis zu 34 Wohneinheiten gebaut werden; für eine Wohneinheit sind also nur gut 100 Quadratmeter Grundstücksfläche erforderlich. Der Geschoßwohnungsbau bietet zudem die Möglichkeit, auch kleine Wohnungen zu schaffen, die nur für eine oder zwei Personen bestimmt sind.

Wer Interesse an einem der Reihenhausgrundstücke hat, die zum Festpreis von 500 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Erschließungskosten angeboten werden, hat laut Bürgermeister Harald Mansi noch die Gelegenheit, sich zusammen mit Gleichgesinnten zu bewerben. Die Gemeinde nimmt dabei nur Angebote von Baugemeinschaften mit mindestens vier Käufern an. Die anderen beiden müssen dann von der Gemeinschaft nach der Vergabe noch gefunden werden.

Die Bewerbung muss anonym erfolgen. Die dabei einzuhaltenden Formalitäten sind auf der Website der Gemeinde ausführlich beschrieben. Bei der Vergabe spielt der Ortsbezug der Bewerber zu Wielenbach ein Rolle, außerdem gehen eine ökologische Bauweise und das Energiekonzept in die Bewertung der Bewerber ein.

Um Missbrauch zu verhindern, hat der Gemeinderat einige Hürden eingebaut. So sind nur natürliche Personen antragsberechtigt, die das 21. Lebensjahr vollendet haben, wobei sich für eine Parzelle als Käufer auch zwei oder mehr Personen gemeinschaftlich bewerben können. Die Bewerber müssen das Grundstück selbst kaufen und bebauen. Zudem darf sich ein Interessent nur bei einer Baugemeinschaft bewerben.

Für den Fall, dass die Vorgaben nicht eingehalten werden, behält sich die Gemeinde ein Wiederkaufsrecht vor. Zu diesen Vorgaben gehört unter anderem, dass innerhalb von drei Jahren ab Kauf mit dem Bau begonnen wird und das Haus innerhalb von fünf Jahren ab Kauf bezugsfertig ist. Bis zu diesem Zeitpunkt muss der Käufer das Haus mit gemeldetem und tatsächlichem Hauptwohnsitz bezogen haben.

Angebotsfrist:

Die Angebote von Baugemeinschaften müssen bis 5. November, 10 Uhr, bei der Gemeinde eingegangen sein. Detaillierte Informationen zur geforderten Angebotsform finden sich unter „wielenbach.de“.

VON ALFRED SCHUBERT

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