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Maximilian Ulbrich sorgt bei „Rifle Trophy“ für eine Sensation

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Von: Christian Heinrich

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Sorgte in Italien für Furore: Youngster Maximilian Ulbrich setzte sich zusammen mit Sabrina Hößl in einem Erwachsenen-Wettbewerb durch. © Heinrich

Der Wilzhofener Schütze Maximilian Ulbrich hat trotz seiner erst 18 Jahre bereits die Klasse, auch bei internationalen Wettkämpfen, wie etwa der „Rifle Trophy“ in Bologna, zu bestehen.

Wilzhofen – Es ist nicht unbedingt typisch, dass ein 18-Jähriger einen internationalen Wettkampf bei den Erwachsenen bestreitet. Noch untypischer ist es jedoch, dass er diesen dann sogar gewinnt. Maximilian Ulbrich sorgte bei der „Rifle Trophy“ in Bologna für die Sensation, als er sich im Mixed-Team zusammen mit Sabrina Hößl (SG Andreas Hofer Fuchsmühl) mit dem Luftgewehr den Sieg holte. „Als Junior bei den Erwachsenen zu siegen, ist etwas Besonderes“, hob auch auch sein Vater Alois Ulbrich hervor, wie außergewöhnlich dieser Erfolg für den Sportschützen aus Wilzhofen war.

Schießen: Maximilian Ulbrich bei „Rifle Trophy“ in Bologna schon in der Qualifikation mit guten Serien

Schon in der Qualifikation wartete sein Sohn mit zwei guten und zwei hervorragenden Serien auf. Zweimal 102,9 Ringe bedeuteten einen respektablen Durchschnitt, 104,5 und 105,5 Ringe waren für den Abiturienten schon Werte auf Weltklasseniveau. Mit seinen insgesamt 415,8 Zählern lag er bei den Männern in diesem Wettkampf an fünfter Stelle. Seine Ausbeute reichte trotzdem zu Rang eins für das Mixed-Team und damit zur Qualifikation für das Finale, weil Hößl (417,2) ein exzellentes Programm ablieferte.

Schießen: Unter Druck läuft Maximilian Ulbrich zur Hochform auf

In der Auseinandersetzung der fünf besten Teams unterstrich Ulbrich wieder einmal, dass er dann zu phantastischer Form aufläuft, wenn der Druck kaum noch zu ertragen ist. Nach den ersten zehn Schüssen lag das Duo aus Bayern mit 100,5 Ringen noch auf Platz vier, woran sich auch nach der zweiten und dritten Serie (104,0 und 103,8) nichts änderte. Mit der Elimination, bei der nur noch vier Schüsse abgegeben werden und der jeweils Letzte ausscheidet, veränderte sich das Tableau. Hößl und Ulbrich blieben mit einer 42,4 im Wettbewerb und überstanden auch mit einer 41,6 die zweite Runde. Damit war ihnen eine Medaille schon sicher. Mit einer 42,9 übernahmen die beiden Bayern sogar die Führung, die sie auch im Stechen um den Sieg mit den Franzosen Judith Gomez und Etienne Germond nicht preisgaben. Mit einer 62,0 nach sechs Schüssen vergrößerten sie am Ende sogar ihren Vorsprung auf den Rivalen, der schließlich 1,8 Ringe betrug.

Schießen: Maximilian Ulbrich verpasst mit Luftgewehr im Einzelbewerb das Finale

Es war nicht der einzige Wettkampf, den Ulbrich in Bologna absolvierte. Im ersten Schießen mit dem Luftgewehr verpasste er das Finale der besten Acht mit 619,0 Ringen deutlich. „Das war gar nichts“, kommentierte sein Vater Alois die Leistung. Allerdings deutete der Sohn mit einer 105,1 schon an, was er drauf hat. Nur reichten die Ergebnisse der anderen Durchgänge nicht an diese Ausbeute heran. Am Ende wurde er Zwölfter. Mit dem zweiten Programm konnte Ulbrich seinen Altvorderen mehr überzeugen. 624,6 Ringe, die ihm Rang fünf bescherten, bedeuteten eine vorzügliche Vorstellung. Der Wilzhofener legte zwei Sahneserien hin (105,3 und 105,5), schloss drei Mal äußerst anspruchsvoll ab (103,6, 104,7 und 103,7) und verhaspelte sich bedauerlicherweise im fünften Abschnitt (101,8). Zwei Ringe mehr – und die waren durchaus möglich – und er hätte auch diesen Wettkampf für sich entschieden.

Schießen: Maximilian Ulbrich mit dem Kleinkaliber auf Platz 21

Nebenbei mass sich Ulbrich auch noch im Kleinkaliber mit der internationalen Konkurrenz. In der Disziplin „50 Meter liegend“ landete er mit 602,6 Ringen an 21. Stelle. Im ersten Dreistellungskampf kam er über 1141 Ringe und Rang 22 nicht hinaus. Knieend waren es 384, liegend 381 und stehend 376 Zähler. Aber er steigerte sich auch in diesem Wettbewerb im zweiten Programm. 1157 Ringe verhalfen ihm zu Platz 15. Obwohl der Wettkampf knieend nicht gut für ihn begann (380), sattelte er liegend (391) und stehend (386) kräftig auf. Vom Finale trennten ihn nur sechs Ringe bei 120 Schuss.

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