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Mathias Fischer (2.v.l.) von der Umweltorganisation WWF stellte die neuen Tafeln im Hardt vor. Mit auf dem Bild sind auch Dr. Wolfgang A. Hug (r. neben ihm; ebenfalls WWF) , der Leiter der Unteren Naturschutzbeh örde, Helmut Hain (2.v.r.), und Helmut Herrmann vom Bund Naturschutz (r.).

Bund Naturschutz stellte Infotafeln auf

Was Neues für Wanderer im Hardt

Sehens- und Wissenwertes über das Naturschutzgebiet „Magnetsrieder Hardt“ finden Interessierte auf neuen Info-Tafeln an der Hardtkapelle. 

Wielenbach – Das Naturschutzgebiet „Magnetsrieder Hardt“ ist nicht groß, es zeichnet sich aber durch seinen Artenreichtum aus. Um diesen den Besuchern zu vermitteln, wurden jetzt vom „Bund Naturschutz in Bayern“ am Parkplatz an der Hardtkapelle Infotafeln aufgestellt.

Auf der ersten Tafel wird die Entstehung der Drumline erklärt, die die Landschaft in dieser Region prägen. Wie die kleinen Hügel entstanden sind, ist noch nicht geklärt, wird aber derzeit im Rückzugsgebiet des Gletschers Mulayökull auf Island untersucht. Dieser hinterlässt eine hügelige Landschaft, die dem Drumlingsfeld im Voralpenland sehr ähnlich ist.

Auf der zweiten Tafel ist die ehemalige Nutzung der Fläche als Hute (Waldweide) beschrieben, was die offene Landschaft mit einzelnen Bäumen erklärt. Über Pflanzen und Tiere informiert die dritte Tafel, die vierte zeigt den „Weg durch die Biotop-Vielfalt“. Unter anderem wachsen in dem Gebiet Knabenkraut, Silberdistel, Sonnentau, Sumpf-Gladiolen und Trollblumen.

Die Tafeln stehen am Parkplatz an der Hardtkapelle an der Straße, die vom Narbonner Ring in Weilheim nach Bauerbach führt. Von hier aus verläuft der Wanderweg durch das Naturschutzgebiet rund 300 Meter nach Norden bis in den Bereich der Stromleitungstrasse. Der südliche Abschnitt führt rund einen Kilometer lang durch das Naturschutzgebiet und weiter nach Magnetsried. Die Sehenswürdigkeiten sind beiderseits dieses Wegs. Wo genau was zu finden ist, ist auf einem Informationsblatt eingetragen, das die Wanderer mitnehmen können.

Der Schotterweg kann von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden. Für Motorfahrzeuge – außer E-Bikes mit einer Motorunterstützung bis 25 Stundenkilometer – ist er gesperrt.

Die Besucher finden in dem Naturschutzgebiet noch eine weitere Sehenswürdigkeit: die Hardtkapelle. Sie wurde der Legende nach errichtet, um an die Schlichtung eines Streits zwischen Weilheimer und Wielenbacher Bauern zu erinnern. Jede Gruppe war der Meinung, dass das Gebiet ihr gehört, nicht den Nachbarn. Als sich die Gruppen vor Ort zu einer Diskussion versammelten, erschien ihnen ein Wesen, das das Gebiet Wielenbach zusprach und dies mit einem Fußabdruck in einem Stein bestätigte. Als Dankbarkeit für die Lösung errichteten die Bauern die Kapelle. Heute lädt ein Kreis aus Steinen als Sitzgelegenheit die Wanderer dazu ein, sich hier zu versammeln – auch wenn sie keinen Streit zu schlichten haben.

Alfred Schubert

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