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Rechenschaftsbericht: Bürgermeister Korbinian Steigenberger. foto: ruder

Wielenbach

Geothermie, Ortszentrum und B 2

Wielenbach - Bürgermeister Korbinian Steigenberger informierte bei einer Bürgerversammlung über die wichtigsten Projekte im Ort. Rund ein Dutzend Projekt gibt es derzeit.

Fast 70 Besucher waren am Dienstag in den Gasthof „Schöpf“ zur zweiten Bürgerversammlung der Gemeinde gekommen, der zweiten nach der in Haunshofen. Bürgermeister Korbinian Steigenberger präsentierte neben statistischen Daten vor allem die großen Bauvorhaben, die in nächster Zeit anstehen. Rund ein Dutzend Projekt gibt es derzeit. Das mit Abstand größte ist ein Geothermiekraftwerk in der Lichtenau. Dort soll im Sommer mit der ersten von bis zu sechs Bohrungen begonnen werden. Ende 2017 soll ein Kraftwerk mit bis zu 26 Megawatt elektrischer Leistung gebaut werden, das Ende 2018 in Betrieb gehen soll. Steigenberger betonte, dass sich die Gemeinde gegen den Bau ausgesprochen hatte.

An der B2 stehen ebenfalls große Baumaßnahmen bevor. Die Anbindung der Tutzinger Straße soll eine Brücke erhalten und die Ortsanbindung von Wielenbach über einen Kreisel am Friedhof erfolgen, an den auch die Umgehungsstraße angeschlossen wird. Für den innerörtlichen Verkehr zwischen den Ortsteilen Wielenbach im Westen und der Hardtsiedlung und Wilzhofen auf der Ostseite ist eine eigene Unterführung südlich der bestehenden vorgesehen. Gebaut werden könnte diese Ortsanbindung nach Einschätzung von Steigenberger „in den 20er Jahren“. Die größten Vorhaben der Gemeinde sind der Bau eines Ortszentrums mit Rathaus und Bürgersaal in Wielenbach und eines Vereinsheims ins Haunshofen. Das Ortszentrum könnte für 2,7 bis drei Millionen Euro gebaut werden, das Vereinsheim soll 530 000 Euro kosten. Außerdem sollen 2017 der Wasserhochbehälter und Edelweiß-, Blumen- und Rosenstraße saniert werden. Bauen können auch Private. Zwei Grundstücke in Wilzhofen werden von der Gemeinde verkauft.

„Aktuell kein Thema mehr“ sind laut Steigenberger die beiden geplanten Häuser an der Pähler Straße für die Unterbringung von Asylbewerbern, nachdem sich die Lage verändert hat. An der Bahnlinie Tutzing-Weilheim wird der Bahnübergang Brandleiten geschlossen. Die Straße wird über einen neuen Weg östlich der Bahnlinie an den Hollerberg angeschlossen. Auch an der Ammer wird gebaut. Nachdem das Grundwehr in eine Sohlgleite umgebaut worden ist, wird jetzt noch der rechte Deich erhöht, was laut Steigenberger den Hochwasserschutz von Wielenbach verbessert.

Im Arbeitskreis „Alternative Energie“ wird über eine Fernwärmeleitung von der Biogasanlage durch die Ortsmitte bis zur Schule nachgedacht. Die einen Kilometer lange Leitung würde sich rentieren, wenn viele Anlieger anschließen. So könnte Wärme genutzt werden, die der Energie von 200 000 Litern Heizöl jährlich entspricht.

Alfred Schubert

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