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Wielenbach hat erstmals einen Altbürgermeister

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Großes Dankeschön zum Abschied: Wielenbachs langjähriger Rathaus-Chef Korbinian Steigenberger (Mitte), umrahmt von Nachfolger Harald Mansi, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und den ausgeschiedenenGemeinderäten.
Großes Dankeschön zum Abschied: Wielenbachs langjähriger Rathaus-Chef Korbinian Steigenberger (Mitte), umrahmt von Nachfolger Harald Mansi, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und den ausgeschiedenenGemeinderäten. © Gronau

Die Gemeinde Wielenbach hat jetzt einen Altbürgermeister – erstmals in ihrer Geschichte. Der Ehrentitel wurde jetzt an Korbinian Steigenberger verliehen, der 30 Jahre lang die Ortspolitik geprägt hat.

Wielenbach – Die Ehrung Steigenbergers war der Höhepunkt bei der Verabschiedung der zum 1. Mai ausgeschiedenen Kommunalpolitiker, zu der sich Wielenbachs Gemeinderat am vergangenen Donnerstag im Feuerwehrhaus getroffen hatte. In ihrer Laudatio zählte Andrea Jochner-Weiß – die 1990 gleichzeitig mit Steigenberger in den Gemeinderat eingezogen war und dort blieb, bis sie 2014 zur Landrätin gewählt wurde – die lange Liste der Aufgaben auf, die Steigenberger in seiner Zeit als Bürgermeister seit 1998 erledigt hat. Zu den großen Projekten gehörten unter anderem die Bauarbeiten an Schule und Turnhalle, der Bau des Wasserrückhaltebeckens und des Feuerwehrhauses in Wielenbach, die Erweiterung des Kindergartens und die Einrichtung eines Kinderhorts, der Breitbandausbau und die Planung des neuen Rathauses mit Bürgersaal.

Als dabei herausragendes Objekt erwähnte Jochner-Weiß die Dorferneuerung in Haunshofen und Bauerbach mit dem Kauf des Gasthauses und dem folgenden Umbau zur Dorfwirtschaft. Für seine Verdienste um die Dorferneuerung wurde Steigenberger 2013 die „Staatsmedaille für ehrenamtliche Verdienste“ verliehen.

Mit der Ernennung zum Altbürgermeister solle sich Korbinian Steigenberger laut Harald Mansi aber nicht zurückziehen. In diesem Sinne beauftragte der neue Bürgermeister seinen Vorgänger gleich damit, die Laudatio für seinen Stellvertreter Lorenz Thumann zu übernehmen. Dieser war von 2008 bis 2014 unter anderem in den Ausschüssen für Finanzen, Bau- und Personalangelegenheiten sowie als Referent für kommunale Liegenschaften tätig. In seiner dritten Amtsperiode war er stellvertretender Bürgermeister. Steigenberger würdigte besonders Thumanns Fähigkeit zu schnellen Entscheidungen. Er habe immer „lieber gleich Nägel mit Köpfen“ gemacht.

Verabschiedet wurden auch die acht weiteren ausgeschiedenen Gemeinderatsmitglieder. Alfred Abenthum war von 2014 bis 2020 vor allem für die Belange der Feuerwehr zuständig, die er als Kommandant der Wielenbacher Wehr sehr gut kannte. Schwerpunkt der Arbeit von Sabine Bartl war in den 18 Jahren ihrer Mitgliedschaft im Rat aufgrund ihrer Berufserfahrung die Kinderbetreuung. Andreas Blobner wurde 2014 gewählt und war Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss und Sportreferent. Er schied kurz vor dem Ende der Wahlperiode aus, da er eine Tätigkeit in der Gemeindeverwaltung übernommen hatte. Elisabeth Kroiher wurde ebenfalls 2014 gewählt und war Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss. Außerdem war sie Referentin für Soziales und Schulverbandsrätin.

Werner Lautenbacher war sechs Jahre lang im Gemeinderat und Mitglied im Bau- und Verkehrsausschuss sowie im Rechnungsprüfungsausschuss und Referent für Straßen, Brücken und Gewässer. Michael Neu war in seinen beiden Amtsperioden in den Ausschüssen für Personal, Rechnungsprüfung und Bau- und Verkehrsangelegenheiten. Außerdem hat er sich für die Wilzhofener Feuerwehr engagiert. Ewald Welzmüller kam 2017 als Nachrücker in den Rat, in dem er Stellvertreter in mehreren Ausschüssen war. Die kürzeste Amtszeit hatte mit drei Monaten Franz Andree, der Nachrücker für Blobner.

Alfred Schubert

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