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Auch der Grünbach wird im Rahmen des Planungsprojektes untersucht. 

Wielenbach investiert 20 000 Euro

Neues Konzept für Hochwasserschutz

Wielenbach - Wielenbach will ein  neues Konzept für den Hochwasserschutz. Die Gemeinde investiert 20 000 Euro in die Untersuchung von Bachgräben.

 Vor elf Jahren wurde das Hochwasser-Rückhaltebecken östlich der Bahnline Tutzing-Weilheim eingeweiht. Jetzt ist eine Nachbesserung erforderlich. Der Gemeinderat beschäftigte sich in einer Sitzung vor Pfingsten mit dem Thema. Die zunehmende Zahl und Stärke der Hochwasserereignisse – zuletzt das so genannte Pfingsthochwasser 1999 – hatten die Gemeinde Wielenbach Anfang dieses Jahrhunderts dazu bewogen, sich mit der veränderten Situation zu beschäftigen. Heraus kam ein Rückhaltebecken, das das von Osten kommende Wasser an der Bahnlinie zurückhält. Damit das Wasser den Bahndamm nicht schädigt, wurde dieser verstärkt und ein Durchlassbauwerk errichtet. Dieses Bauwerk macht jetzt Probleme. Zum einen staue das Becken zu oft ein, wie mehrere Gemeinderäte bemängelten, zum anderen ist der Durchlass laut Bürgermeister Korbinian Steigenberger zu klein. So sei beim Junihochwasser 2013 das Wasser 28 Zentimeter hoch über den Überlauf geflossen.

Einstimmig für Planungspaket

Um sich Handlungsmöglichkeiten aufzeigen zu lassen, informierte sich der Gemeinderat bei Georg Kokai vom gleichnamigen Pollinger Ingenieurbüro. Kokai schlug vor, ein „integrales Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept mit Gewässerentwicklungskonzept“ zu erstellen. Als Honorar für das Gewässerentwicklungskonzept, für das 105 Kilometer Gräben untersucht und dokumentiert werden, nannte er 40 000 Euro, weitere 40 000 Euro solle das Hochwasserschutzkonzept – einschließlich erforderlicher Nebenleistungen – für Grünbach und Hardtbach auf einer Länge von 5,7 Kilometern kosten. Von der Summe, die von den Steuerzahlern getragen wird, fallen laut Kokai für den Gemeindehaushalt 20 000 Euro an, die anderen 75 Prozent würden als Förderung aus dem Staatshaushalt kommen. Die Durchführung der notwendigen Baumaßnahmen ist darin laut Kokai nicht enthalten.

Auch von den Gemeinderäten kamen Vorschläge zur Verringerung der Hochwassergefahr. So könnte die Entfernung von Geschiebe aus den Bächen den Abfluss erhöhen. Auch die Vergrößerung des Durchlasses sehen einige Räte als mögliche Verbesserung an. Auf die Frage von Sabine Bartl, ob das bestehende Rückhaltebecken falsch berechnet worden sei, wollte sich Kokai nicht festlegen. Es könne auch sein, „dass der Klimawandel stärker wird“, so der Ingenieur.

Nach längerer Diskussion stimmte der Gemeinderat geschlossen für das komplette Planungspaket und wies die Verwaltung an, Angebote einzuholen und nach Zusage der Fördermittel den wirtschaftlichsten Bieter zu beauftragen.

Alfred Schubert

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