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Nebel und Kanonendonner über der Landschaft bei Haunshofen: So begannen die Feierlichkeiten zum 100-Jährigen des örtlichen Heimat- und Trachtenvereins.

Treffen der Kanonen und Kanoniere

Jubiläum des Heimat- und Trachtenvereins Haunshofen: Festauftakt mit Kanonendonner

Auf Einladung des Heimat- und Trachtenvereins Haunshofen waren Kanoniere aus dem gesamten Huosigau gekommen, um dem Verein zur Feier seines 100-jährigen Bestehens Salut zu schießen.

Haunshofen – Die Schussfolge war fest vorgegeben: In der ersten Runde schossen die Kanoniere langsam nacheinander, in der zweiten schnell, dann wieder langsam; den vierten Schuss feuerten alle gemeinsam ab. Das ursprüngliche Ziel, das Fest zum 100-jährigen Bestehen des Vereins mit 100 Kanonenschüssen zu eröffnen, sei damit fast erreicht worden, so der Vorsitzende Hubert Kergl. Da von 30 eingeladenen Kanonieren nur 24 gekommen waren, blieb es bei 96 Schuss.

Laut genug war es aber auch so, wie etliche der rund 200 Besucher feststellten, die in sicherem Abstand vom Ortsrand das Spektakel auf dem Fisselberg beobachteten. Die Kanonen gehören meist den Gemeinden und werden von einem Kanonier und einem Helfer bedient. Kanonier kann nur werden, wer mindestens 18 Jahre alt ist und einen einwandfreien Leumund hat. Wenn er die Prüfung, die das Gewerbeaufsichtsamt abnimmt, bestanden hat, darf er fünf Jahre lang mit der Kanone schießen, so Franz Summer, der einer von fünf Kanonieren der Gemeinde Pähl ist.

Kanone aus dem Jahr 1903

Er und seine Kollegen waren mit einer Kanone aus dem Jahr 1903 gekommen. Während die Kanone und die dazugehörigen Pulverkartuschen noch Originale sind, wurden die Räder schon zweimal ausgewechselt. Nach einer Gummibereifung wurden 2003 wieder alte Holzräder mit Eisenreifen von einer Kutsche montiert, um der Kanone das historische Aussehen wiederzugeben.

Das ist noch zum Jubiläum geboten

Die nächste Veranstaltung der Jubiläumsfeier ist am morgigen Freitag, 18. Mai, ein Heimatabend im „Wirtsdena“. Höhepunkt ist der Festsonntag (20. Mai) mit einer Feldmesse auf dem Fisselberg und einem Festzug am Nachmittag. Für den 12. Juli ist ein Straßenmusizieren geplant, zu dem 18 Musikgruppen auf sechs Höfen im Oberdorf von Haunshofen aufspielen.

Von Alfred Schubert

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