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Wiese wird Ortszentrum: So sehen die Pläne in Wielenbach für Rathaus und Bürgersaal aus.

Wielenbach

Neues Rathaus mit Bürgersaal

Wielenbach - Der Gemeinderat verabschiedet sich von den Plänen für ein großes Ortszentrum für sechs Millionen – Die kleinere Version kostet die Hälfte.

Das größte Projekt, das sich die Gemeinde Wielenbach für die nächsten Jahre vorgenommen hat, ist der Neubau eines Ortszentrums. Seit einem Jahr befasst sich ein 13-köpfiger Arbeitskreis, dem Vertreter des Gemeinderats, der Verwaltung, der Kirche und von vier Vereinen angehören, mit dessen Planung. Favorisiert wird der Bau eines Rathauses samt Bürgersaal für rund drei Millionen Euro.

Das Vorhaben, das Bürgermeister Korbinian Steigenberger in der Bürgerversammlung in Haunshofen präsentierte, ist bereits in zwölf Sitzungen des Arbeitskreises vorbereitet worden. Untersucht worden sind laut Steigenberg drei Varianten. Die Modernisierung und Erweiterung des Rathauses und der Neubau eines Ortszentrums auf der anderen Straßenseite habe sich dabei als unwirtschaftlich herausgestellt. Da die Raumaufteilung im Rathaus nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht, müssten Wände versetzt werden. Außerden müsste die technische Installation erneuert und das ganze Gebäude energetisch saniert werden.

Zusammen mit dem erforderlichen Anbau sei dies fast so teuer wie ein Neubau, außerdem stehe das Rathaus dann nicht für eine anderweite Verwendung zur Verfügung.

Die zweite Planungsvariante fand laut Steigenberger ebenfalls keine Mehrheit. Sie sieht vor, auf dem gemeindeeigenen Grundstück zwischen Bank und Pfarrhof einen Neubau zu errichten, in dem das Rathaus, ein Bürgersaal und Räume für Vereine Platz finden. In der ersten Ideensammlung des Arbeitskreises waren unter anderem ein Veranstaltungssaal für 100 bis 150 Personen mit Bühne, ein Trauungszimmer, das auch für größere Trauungen geeignet ist, ein „vernünftiger Sitzungssaal“ für den Gemeinderat, in dem bei öffentlichen Sitzungen eine größere Zahl von Bürgern Platz hat, ein Mehrgenerationenhaus für behinderten- und seniorengerechtes Wohnen, ein gemeinsames Fahnenlager, eine Arztpraxis, eine Apotheke und ein kleines Tagescafé. Grund für die Ablehnung der großen Lösung seien die Kosten gewesen, die nach einer ersten Schätzung bei über sechs Millionen Euro lagen.

Eine Mehrheit hat hingegen laut Steigenberger die „kleine Lösung“ favorsisiert. Diese bestehe darin, ein neues Rathaus und einen Bürgersaal zu bauen und das alte Rathaus für die Nutzung durch Vereine umzubauen. Der große Vorteil liege in den Kosten. Hier müssten voraussichtlich nur drei Millionen Euro investiert werden.

Alfred Schubert

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