Wird Trinkwasser teurer?

Antdorf - Den Antdorfer Bürgern steht wohl 2017 eine Gebührenerhöhung für ihr Trinkwasser ins Haus. Grund ist das Defizit in der Sparte.

Hintergrund ist ein deutliches Minus bei der gemeindlichen Wassersparte, die laut Gesetz aber kostendeckend arbeiten muss. Im Doppelhaushalt für 2016 und 2017 sind jeweils nur 56 000 und 60 000 Euro an Gebühreneinnahmen angesetzt, auf der anderen Seite stehen jedoch wegen eines höheren Unterhaltsbedarfs 144 950 Euro beziehungsweise gar 150 950 Euro an Ausgaben.

Das Minus macht eine Neukalkulation der Gebühren notwendig, hieß es nun im Gemeinderat. Dies soll noch heuer geschehen, der Gemeinderat könnte Anfang 2017 über neue Gebühren entscheiden. In der VG-Kämmerei wird bereits von einer Erhöhung ausgegangen.

Zuletzt wurden die Abgaben für Wasser und Abwasser 2013 festgelegt. Weil die Trinkwasserversorgung zweigeteilt ist - der eigentliche Hauptort sowie die Weiler, die über Habach versorgt werden - gibt es auch zwei Preise: Fällig sind 57 Cent pro Kubikmeter im Dorf beziehungsweise 42 Cent in den sogenannten Riederschaften.

Beim Abwasser gilt eine Gebühr von 3,10 Euro je Kubikmeter. Vielleicht kommen die Antdorfer da um eine Gebührenerhöhung herum, schließlich hält sich das Minus in der Sparte laut Haushalt in Grenzen.

Andreas Baar

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