Wird Wasser billiger?

Iffeldorf - Wird das Trinkwasser in Iffeldorf bald billiger? Dies deutet der Bürgermeister an. Die Sparte macht nämlich wieder ein Plus.

Rathauschef Hubert Kroiß verkündete in der Bürgerversammlung seine optimistische Prognose: „Zu gegebener Zeit können wir den Wasserpreis wieder etwas senken“, erklärte er. Womöglich soll heuer im Gemeinderat eine Entscheidung darüber fallen. Grund ist die positive Entwicklung bei den Einnahmen in der Sparte, weil die Kommune einen Großteil der teuren Sanierung des Leitungssystems hinter sich gebracht hat. Im diesjährigen Haushalt ist ein Plus beim Wasser von 9000 Euro angesetzt. Da die Sparte aber nur kostendeckend arbeiten darf, muss die sogenannte Überdeckung über die Gebühren wieder an die Bürger zurückgegeben werden.

Die Wassergebühren waren im Oktober 2013 um 77 Cent auf 1,65 Euro pro Kubikmeter angehoben worden. Mit der neuen Kalkulation sollten die umfangreichen Bauprojekte rund um die Versorgung mit dem kostbaren Nass finanziert werden. Insgesamt zog Kroiß ein positives Fazit der Investitionen. Durch den Ringschluss sei ausreichender und vor allem stabiler Wasserdruck vorhanden. Weil Druckschwankungen weg fielen, habe sich die Zahl der Rohrbrüche an der Staltacher Straße verringert. „Der Wasserverlust konnte erheblich reduziert werden.“

Doch mit den Arbeiten an der Trinkwasserversorgung ist es nicht vorbei. Die Gemeinde muss weiter Geld in die Hand nehmen. Rund 34 000 Euro sind laut Kroiß für den etwa 90 Meter langen Lückenschluss an der Osterseenstraße bis zur Staltacher Straße eingeplant. Mehr Geld muss die Kommune für den von den Behörden geforderten Notverbund mit dem Nachbarn Penzberg in die Hand nehmen: geschätzte 100 000 Euro für die 515 Meter lange Notleitung entlang der Staatsstraße nach Kirnberg. Knapp 43 000 Euro könnte zudem die Erneuerung einer etwa 25 Jahre alten Pumpstation an der Waldstraße kosten. Und etwa 20 000 Euro sind für die digitale Überwachung der Anlagen für Wasser und Abwasser, wie Pumpen und Brunnen, fällig.

Bei der Abwasser-Sparte schaut es in Iffeldorf dagegen nicht ganz so positiv aus. Für die Sparte wird heuer im Haushalt ein Minus erwartet. Kroiß: „Es kann sein, dass wir beim Abwasser nachjustieren müssen.“ Derzeit sind in Iffeldorf 2,35 Euro je Kubikmeter zu zahlen.

Andreas Baar

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